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Kaum Termine zu bekommen

In Japan wird es immer schwieriger, sich auf das Coronavirus testen zu lassen

Da die Zahl der Menschen, die sich in Japan mit dem Coronavirus infiziert haben, immer weiter ansteigt, ist es mittlerweile in einigen Städten schwierig geworden, sich testen zu lassen, besonders in Tokyo. Da man einen Test benötigt, um früher aus der Quarantäne zu kommen, gibt es mittlerweile überall einen Mangel an Personal.

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Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich geplant, dass die Ärzte im Rahmen des Gesetzes zur Verhütung von Infektionskrankheiten täglich 100.000 Tests durchführen können. Der Tagesdurchschnitt liegt allerdings bei 33.000 Tests.

Menschen klagen in den sozialen Medien

Viele Menschen, die erfolglos versucht haben, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, schreiben in den sozialen Medien über ihre Erfahrungen.

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„Das medizinische System in Tokyo ist zusammengebrochen“, „Wir können die Fieberambulanz nicht telefonisch erreichen und selbst wenn wir es könnten, gibt es keine Termine mehr“, „Wir können nirgendwo hingehen, um uns untersuchen zu lassen“, sind nur einige der Kommentare zur aktuellen Situation.

Im April begann die Verwaltung der japanischen Hauptstadt mit der Förderung der Testinfrastruktur, indem sie die gesamten Kosten für den Kauf von Test- und Analysegeräten von Privatunternehmen übernahm. Seit Juli werden zudem auch medizinische Einrichtungen bezuschusst, die die Menschen am Wochenende testen.

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Ursprünglich wurde im April in Tokyo festgelegt, dass bis zu 300.000 Tests pro Tag bereitstehen. 100.000 Tests für Verdachtsfälle, 100.000 unabhängige Tests, die als Präventivmaßnahme in Pflegeheimen durchgeführt werden, sowie 100.000 weitere Tests für Menschen ohne Symptome und Testskits für enge Kontaktpersonen.

Abteilungen sind überfüllt mit Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben

Laut einer Sprecherin des Amtes für Soziales und öffentliche Gesundheit in Tokyo ist die Lücke von rund 67.000 Tests darauf zurückzuführen, dass bestimmte Abteilungen in den Krankenhäusern überfüllt sind.

Tokyo ist allerdings nicht allein mit diesem Problem, denn auch die Gouverneure anderer Präfekturen haben mittlerweile auf die Probleme der medizinischen Einrichtungen hingewiesen.

In Kanagawa zum Beispiel untersucht nur etwa ein Drittel der medizinischen Einrichtungen Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Die japanische Regierung plant, landesweit Testkits zu verteilen, und die Präfekturen suchen derzeit nach Möglichkeiten, diese zu übermitteln, um damit die medizinischen Einrichtungen zu entlasten.

Darüber hinaus wird die Möglichkeit geprüft, das Coronavirus wie die Influenza zu klassifizieren, so dass alle medizinischen Einrichtungen infizierte Personen untersuchen müssen. Es ist jedoch fraglich, wann der Plan in die Tat umgesetzt werden wird.

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