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Viele Präfekturen melden Rekordwerte

Infektionen mit Omikron steigen in Japan innerhalb von zwei Wochen um das 50-fache

Omikron breitet sich in Japan immer schneller aus, mittlerweile sind die Neuinfektionen innerhalb der letzten zwei Wochen um das 50-fache gestiegen. Am Sonntag meldete Japan erneut über 20.000 Infektionen und Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass das Land in der sechsten Infektionswelle angekommen ist.

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Viele Präfekturen melden mittlerweile so viele Neuinfektionen wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Allein Osaka registrierte 3.760 Infektionen und in Tokyo stieg die Zahl innerhalb kürzester Zeit auf 4.172 Infektionen. Auch die Präfektur Hyogo meldete mit 1.343 Neuinfektionen einen Rekordwert.

Omikron-Infektionen insbesondere bei Menschen in den 20ern

Die meisten Infektionen wurden bei Menschen in den 20ern festgestellt, gefolgt von Menschen in den 30ern und Menschen unter 18 Jahren.

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Die Inzidenz, also die Zahl der bestätigten Infektionen pro 100.000 Einwohnern, lag am 16. Januar in Japan bei 650,86.

In Okinawa gibt es mittlerweile Probleme bei der medizinischen Versorgung, da sich 685 Mitarbeiter der 21 Krankenhäuser in der Präfektur in Quarantäne befinden.

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Die japanische Regierung hat am Samstag angekündigt, die Quarantäneregeln zu ändern, damit medizinisches Personal, das Kontakt zu mit Omikron infizierten Menschen hatte, sich täglich testen, aber nicht in Quarantäne gehen muss.

Da die Omikron-Variante dank der hohen Impfquote im Land allerdings für deutlich weniger schwere Infektionsverläufe sorgt, werden auch die allgemeinen Quarantäneregeln in Japan gelockert. So sollen Reisende aus dem Ausland bald nur noch für 10 Tage und Mitarbeiter systemrelevanter Berufe nur noch sechs Tage in Quarantäne.

Zudem wird das Einreiseverbot für Studierende, die ein Stipendium der japanischen Regierung haben, gelockert und deren Einreise gestattet.

Impfkampagne wird ausgedehnt

Gleichzeit plant die japanische Regierung, eine Impfung bereits für Kinder ab 5 Jahren zuzulassen sowie den Zeitraum zwischen der zweiten und der Boosterimpfung ab März auf 6 Monate zu verkürzen.

Die Präfekturen Okinawa, Yamaguchi und Hiroshima stehen bereits wieder unter dem „Quasi-Ausnahmezustand“, der es den Präfekturen ermöglicht, schärfere Coronamaßnahmen zu ergreifen.

Japans Hauptstadt plant, bei einer Belegungsrate der Krankenhäuser von 20 Prozent diese Maßnahme ebenfalls bei der Regierung zu beantragen. Osaka plant ähnliche Schritte, die Auslastung liegt dort bereits bei 27,1 Prozent.

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