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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftInformationen zu Impfungen für Ausländer in Japan schwierig zu bekommen

Noch viele Probleme zu lösen

Informationen zu Impfungen für Ausländer in Japan schwierig zu bekommen

Die japanische Regierung plant, dass alle der fast 2,22 Millionen Ausländer im Land einen Impfgutschein zur gleichen Zeit erhalten werden, wie japanische Staatsbürger. Allerdings wurde noch nicht entschieden, ob das auch für Menschen gilt, deren Visum während der Pandemie abgelaufen ist, oder für alle, die sich illegal in Japan aufhalten.

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Es gibt zudem noch große Probleme mit der Bereitstellung von Informationen über die Impfungen in anderen Sprachen.

Ausländer sollen nicht benachteiligt werden

Ein Sprecher des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales sagte in den japanischen Medien: „Grundsätzlich sind die Bedingungen, um sich impfen zu lassen, die gleichen für Ausländer wie für japanische Staatsbürger. In der Regel werden die Gutscheine an diejenigen gehen, die einen registrierten Wohnsitz haben. Diejenigen, die eindeutig in Japan leben, werden Impfstoffe erhalten.“

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird zuerst medizinisches Personal geimpft. Ab frühstens April sollen alle Menschen, die im Geschäftsjahr 65 Jahre alt werden, den Impfstoff erhalten, danach folgen Menschen mit Vorerkrankungen und schließlich der Rest der japanischen Bevölkerung. Die Impfung wird für jeden kostenlos sein.

„Ältere Ausländer würden natürlich an der gleichen Stelle in der Schlange stehen wie ältere Menschen im Allgemeinen. Wir haben keine Pläne, nach Nationalität zu differenzieren“, so der Vertreter des Ministeriums.

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Auf die Frage, ob Menschen, die sich illegal in Japan aufhalten oder deren Visum während der Pandemie abgelaufen ist, den Impfstoff erhalten sollen, sagte das Ministerium nur, dass es sich „in diesem Punkt noch abstimmt.“

Veraltete Webseite und keine Impfgutscheine in anderen Sprachen geplant

Für den Ablauf der Impfungen sind in Japan die Stadtverwaltungen verantwortlich. Allerdings gibt es unterschiedliche Ansätze, um mehrsprachige Informationen und Impfgutscheine für die Einwohner bereits zu stellen. Einige Stadtverwaltungen wollen gänzlich darauf verzichten.

Ein Sprecher des Tokyokers Stadtbezirks Shinjuku, in dem aktuell 38.276 Ausländer leben, sagte, dass der Bezirk kein Informationsmaterial oder Impfgutscheine in anderen Sprachen versenden wird. Der Bezirk überlegt allerdings, eine spezielle Webseite online zu stellen.

Auch andere Städte und Bezirke äußerten sich ähnlich.

Das japanische Gesundheitsministerium will eine zentrale Website für Impfinformationen einrichten, auf der die Menschen nach Impfterminen suchen können.

Eine allgemeine Informations-Webseite wurde vom Ministerium bereits veröffentlicht, allerdings ist es schwierig, diese Webseite zu finden. Zudem sind die Informationen verhaltet, aktuelle Nachrichten über den Stand der Impfungen ist nur auf Japanisch verfügbar.

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