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Mehr Behandlungsplätze, mehr Tests

Japan bereitet sich auf eine 6. Infektionswelle vor

Kyodo: Japans Premierminister stellte am Mittwoch umfangreiche Maßnahmen vor, um das Land auf eine 6. Infektionswelle vorzubereiten. Darunter die Kapazitäten in den Krankenhäusern auszubauen und die Impfkampagne auszuweiten.

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Auf einer Pressekonferenz sagte Kishida: „Die Reaktion auf eine Pandemie hat für uns weiterhin oberste Priorität. Bis Ende der Woche wird ein umfassender Plan ausgearbeitet und der Öffentlichkeit bekanntgegeben werden.“

Vorbereitungen auf eine neue Infektionswelle für Japans Premierminister entscheidend

Die Vorbereitungen auf die 6. Infektionswelle zielen darauf ab, die Wirtschaft durch künftige Wellen nicht weiter zu schädigen. Sollte der Versuch allerdings scheitern, könnte Kishida das gleiche Schicksal widerfahren wie seinem Vorgänger Yoshihide Suga, der zurücktreten musste.

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Die Krankenhauskapazitäten sollen bis Ende November so weit erhöht werden, dass mehr als 35.000 Corona-Patienten gleichzeitig behandelt werden können. 30 Prozent mehr als im August.

Damit soll vermieden werden, dass ausgewiesene Krankenhäuser unter einer Flut von Patienten zusammenbrechen, wie in den vorherigen Wellen einige Mal geschehen. Als Gegenmaßnahme änderte die Regierung im August die Aufnahmekriterien, was dazu führte, dass viele Menschen zu Hause unter Quarantäne gestellt wurden und sich der Druck auf die öffentlichen Gesundheitsämter erhöhte.

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Zu den Maßnahmen gehört auch, dass Kinder ab 5 Jahren geimpft werden können, obwohl viele Eltern nach wie vor Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Impfstoffe haben.

Ab Dezember will Japan damit beginnen, Auffrischungsimpfungen bei medizinischem Personal durchzuführen.

Impfungen könnten jedes Jahr nötigt sein

Studien zeigen, dass die Zahl der Antikörper gegen das Coronavirus nach der Zeit nachlassen, was bedeutet, dass es notwendig werden könnte, jedes Jahr gegen das Virus zu impfen, um eine Infektionswelle zu verhindern.

Für die sogenannte Boosterimpfung hat sich Japan 120 Millionen Dosen des Corna-Impfstoffs von Biontech und 50 Dosen von Moderna gesichert. Außerdem sollen noch 150 Dosen von Novavax dazukommen.

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Gleichzeitig sehen die Maßnahmen vor, dass Japan 1,6 Millionen Dosen des Covid-19-Medikaments Molupiravir beschafft, das bis Ende des Jahres im Land zugelassen werden soll.

PCR-Tests sollen kostenlos werden

PCR-Tests sollen zudem kostenlos werden, wenn die Zahl der Neuinfektionen steigen, auch wenn Betroffene noch keine Symptome haben. Bisher ist die Testquote in Japan sehr niedrig, was immer wieder zu Kritik geführt hat.

Zudem waren PCR-Tests in Japan bisher nur für Menschen kostenlos, die in Kontakt mit einer infizierten Person standen oder selbst Symptome hatten.

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