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Regierung hat Budget bereits festgelegt

Japan beschließt Gesetz für kostenlose Corona-Impfungen

Wie viele Länder arbeitet Japan fieberhaft an einem Impfstoff gegen Covid-19. Damit er auch schnell im Kampf gegen das Virus hilft, sollen die Impfungen kostenlos sein, wie die Regierung nun am Dienstag festgelegt hat.

Am Dienstag wurde offiziell die Gesetzesvorlage verabschiedet, die alle Kosten für die Impfungen übernimmt. Im laufenden Parlament soll die Gesetzesänderung dann am 5. Dezember offiziell werden.

Impfstoff ist bereits vorbestellt

Die Verordnung fällt unter das aktuell geltende Impfgesetz und geschah in Abstimmung mit dem Plan des Premierministers, dass es im ersten Halbjahr von 2021 einen Impfstoff geben wird. Für die Sicherung von ausreichend Mitteln wurde bereits ein Budget von umgerechnet 5,4 Milliarden Euro festgelegt. Allgemein soll das Gesetz die Kosten fürs Impfen abdecken und Kompensationen für die Lieferanten bieten, falls es zu ernsthaften Nebenwirkungen kommen sollte.

Mehr zum Thema:  Japan unter den Ländern mit dem niedrigsten Vertrauen in Impfstoffe

Als Lieferanten wurden bisher der britische Hersteller AstraZeneca Plc und das US-Unternehmen Pfizer Inc. bestätigt. Bei einer erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffs sollen sie je 120 Millionen Dosen liefern. Ebenfalls laufen noch Verhandlungen mit dem US-Anbieter Moderna Inc. für eine Lieferung von 40 Millionen Einheiten.

Regierung will Menschen zu Impfungen motivieren

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass zehn Hersteller mit ihrem Impfstoff bereits in der letzten Phase der klinischen Studien sind. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Mittel erst Ende 2021 auf den Markt kommen, da es teilweise Studienabbrüche wegen schwerer Komplikationen gab. Japanische Unternehmen selbst stehen noch ziemlich am Anfang, weswegen der Plan für ein heimisches Mittel zum Ersteinsatz sehr unwahrscheinlich ist.

Sobald Impfungen möglich sind, will die japanische Regierung die Bevölkerung auffordern sich impfen zu lassen. Allerdings könnte es sein, dass Stoffe angeboten werden, die nicht ganz so effektiv sind, den Menschen soll deswegen die Wahl gelassen werden, ob sie sich impfen wollen oder nicht.

Wo es hingegen keine Wahl geben wird, ist bei der Quarantäne. Es würde nämlich noch ein weiterer Gesetzesentwurf festgelegt, der die Verordnung von diesem Februar ab kommenden Februar weiterführen wird. Laut ihr können positiv getestete Personen unter Quarantäne gestellt werden. Ob es bei den Details dazu Verschärfungen geben wird, ist nicht bekannt.

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