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Infizierte werden in vier Kategorien eingeteilt

Japan beschränkt die stationäre Aufnahme von Corona-Patienten

Um eine Belastung des Gesundheitssystems zu verhindern, hat die japanische Regierung beschlossen, dass Menschen, die sich mit Corona infiziert haben, nur dann in ein Krankenhaus eingewiesen werden sollen, wenn sie an schweren Symptomen leiden.

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Ursprünglich wurde jeder, der mittelschwere Symptome zeigte, stationär aufgenommen, Menschen mit asymptomatischen oder leichten Symptomen wurden in Hotels oder zu Hause unter Quarantäne gestellt.

Nur noch mit schweren Symptomen stationäre Behandlung

Da die Zahl der Neuinfektionen in Japan allerdings in die Höhe schießt und die Zahl der zur Verfügung stehenden Hotelzimmer begrenzt ist, hat man nun beschlossen, umzudenken. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Gesundheitssystem wie bei der vorherigen Infektionswelle wieder zusammenbrechen wird, wenn die Zahl der Menschen mit mittelschweren Symptomen steigt und diese ebenfalls stationär behandelt werden.

Laut des japanischen Premierministers will die Regierung dafür sorgen, dass Menschen mit mittelschweren Symptomen, die Sauerstoff benötigen oder an einer Vorerkrankung leiden, ebenfalls stationär behandelt werden.

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Dafür werden Infizierte in vier Klassen eingeteilt: leicht, mittelschwer Stufe I, mittelschwer Stufe II und schwer.

Patienten der Kategorie mittelschwer I leiden unter Kurzatmigkeit und zeigen Anzeichen einer Lungenentzündung, benötigen allerdings keinen Sauerstoff.

Patienten der Kategorie II leiden an Atemversagen und benötigen dringend Sauerstoff.

Erkrankte, die in die Kategorie „schwer“ fallen, leiden an einer schweren Lungenentzündung und müssen auf einer Intensivstation behandelt werden.

Immer mehr Betten in Krankenhäusern belegt

Zusätzlich zu der neuen Einteilung plant die japanische Regierung Pulsoximeter auszugeben und die Vergütung für Hausbesuche von Ärzten erhöhen. Außerdem sollen Online-Sprechstunden gefördert werden.

So soll die Kapazität der verfügbaren Krankenhausbetten für Corona-Patienten geschont werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums standen in der vergangenen Woche landesweit 5.267 Betten in Krankenhäusern für Corona-Patienten zur Verfügung. Aktuell sind 1.271 Betten belegt, deutlich mehr als in der vergangenen Woche.

Um die Zahl der Neuinfektionen in den Griff zu bekommen, haben die Gouverneure der Präfekturen die japanische Regierung aufgefordert zu prüfen, ob es möglich ist, eine Art „Lockdown“ in Japan einzuführen.

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