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Computer wird zum zweiten Mal Spitzenreiter

Japan besitzt erneut den schnellsten Supercomputer der Welt

Schon seit einer Weile hat Japan einen neuen Supercomputer, der den Namen Fugaku trägt. Obwohl der Computer noch nicht ganz einsatzbereit ist, erhielt er bereits im Juni den Preis als schnellster Supercomputer der Welt. Auch für die zweite Auszeichnung des Jahres konnte Fugaku seinen Titel verteidigen, wie am Dienstag bestätigt wurde.

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Zweimal jährlich bringt das US-europäische OP500-Projekt eine List der schnellsten Computer der Welt heraus. Bei der Rangliste für November steht Fugaku erneut an der ersten Stelle. Der Supercomputer erhielt dabei auch in den restlichen drei Kategorien den ersten Platz.

Supercomputer erreicht beeindruckende Leistung

Bewertet wurden jeweils Berechnungsmethoden für den industriellen Einsatz, Anwendungen für künstliche Intelligenz und Big-Data-Analysen. Fugaku ist damit auch der erste Supercomputer, der zweimal hintereinander in allen vier Kategorien zum Sieger gekürt wird.

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Für die Entwickler Fujitsu und Riken Center for Computational Science dürfte das ein sehr freudiger Moment sein. Der Supercomputer schafft es, pro Sekunde unglaubliche 442 Billiarden Berechnungen durchzuführen. Er ist damit dreimal so schnell wie das Summit System, das von Oak Ridge National Laboratory entwickelt wurde. Komplett einsatzfähig soll er allerdings erst nächsten April sein und die Entwickler versprachen bereits ihn regelmäßig zu verbessern.

Eine große Hilfe für die Forschung

Der Name Fugaku selbst ist eine Anlehnung an den Mount Fuji. Seit Mai steht der Supercomputer im Riken Center in Kobe, wo auch sein Vorgänger, der K-Supercomputer, stand. Dieser war der erste, der zehn Billionen Berechnungen pro Sekunde durchführen konnte. Zuletzt schaffte er es 2011 ein ganzes Jahr als schnellster Computer zu gelten. Eingestellt wurde er dann letzten Sommer, um durch den neuen Fugaku ersetzt zu werden.

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Hauptaufgabe des Computers ist das Berechnen von leistungsstarken Simulationen in der wissenschaftlichen Forschung, die der Erdbebenvoraussagung und der Entwicklung industrieller sowie militärischer Technologien. Der Direktor von Riken, Satoshi Matsuoka, gab dazu an, dass die Simulationen maßgeblich zu Lösungen von Problemen in der medizinischen Versorgung und dem Klimawandel beitragen können.

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