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Erst nach den Olympischen Spielen

Japan erreicht Herdenimmunität erst im Oktober

Laut des Gründers des britischen Forschungsunternehmens Airfinity wird Japan die Herdenimmunität durch Impfen erst im Oktober, also weit nach den Olympischen Spielen erreichen.

Sollte diese Prognose zutreffen wäre dies ein weiterer Rückschlag für Japans Premierminister, der versprochen hat, dass genügend Impfstoff gegen das Coronavirus bis Mitte 2021 für alle Menschen in Japan vorhanden ist. Der Impfstart soll im Februar erfolgen.

Herdenimmunität wird nicht im Zeitrahmen der japanischen Regierung erreicht

„Japan ist ziemlich spät dran“, so der Unternehmensinhaber Rasmus Bech Hansen. „Sie sind davon abhängig, viel Impfstoff aus den USA zu importieren. Und im Moment scheint es nicht sehr wahrscheinlich, dass sie sehr große Mengen z.B. des Pfizer-Impfstoffs bekommen werden.“

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Laut Hansen wird Japan eine 75-prozentige-Impfrate, ein Maßstab für die Herdenimmunität, nicht vor Oktober erreichen, also zwei Monate nach dem Ende der Olympischen Spiele.

Japan hat vereinbart, 314 Millionen Dosen von Pfizer, Moderna und AstraZeneca zu kaufen, das wäre mehr als genug für die 126 Millionen Menschen, die im Land leben. Doch da es Probleme mit den Impfstoffen in anderen Ländern, darunter Deutschland, gibt, werden Zweifel laut, dass Japan die bestellten Dosen überhaupt rechtzeitig erreichen wird,

Taro Kono, der Leiter des japanischen Impfprogramms, sagte letzte Woche, dass die ersten Impfungen im Februar beginnen würden, beginnend mit 10.000 medizinischen Fachkräften, aber er revidierte das Ziel, dass bis Juni genügend Impfstoff zur Verfügung steht.

USA könnten Japan Impfstoffe nehmen

Japan hat das Problem, dass der Impfplan des Landes von Pfizer/Biontech abhängig ist.

„Es gibt einfach nicht genug Impfstoffe für alle Länder, mit denen Pfizer Vereinbarungen getroffen hat“, so Hansen. „Amerika braucht 100 Millionen weitere Impfstoffe des Unternehmens, um auf der sicheren Seite zu sein, um seine Ziele zu erreichen, und ein Großteil dieser 100 Millionen würde aus dem Japan-Stapel kommen.“

Vertreter von Pfizer/Biontech und des japanischen Gesundheitsministeriums reagierten nicht sofort auf die Prognosen von Airfinity.

Zuvor hatte Pfizer/Biontech erklärt, dass das Unternehmen mit den japanischen Aufsichtsbehörden zusammenarbeite, um die Impfstoffdosen den Menschen in Japan so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen.

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