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Maßnahme bleibt für die Metropolregion Tokyo in Kraft

Japan hebt Ausnahmezustand für 6 Präfekturen auf

Japans Premierminister kündigte am Freitag an, dass der Ausnahmezustand für sechs Präfekturen Ende des Monats aufgehoben wird. Die Maßnahme wird allerdings für die Metropolregion Tokyo aufrechterhalten.

Der Ausnahmezustand wird für die Präfekturen Aichi, Gifu, Osaka, Kyoto, Hyogo und Fukuoka eine Woche vor dem geplanten Ende am 7. März aufgehoben werden, da laut dem Gesundheitsministerium die Infektionen zurückgehen und die Belastung der Krankenhäuser nachgelassen hat.

Gesundheitsexperten warnen vor verführter Aufhebung der Maßnahme

Nicht wenige Gesundheitsexperten warnen allerdings davor, dass ein frühes Ende der Maßnahme zum erneuten Anstieg der Infektionen führen könnte.

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Auch die Gouverneure der Metropolregion Tokyo hatten bereits vor diesem Schritt gewarnt und verwiesen darauf, dass eine zu frühe Lockerung der Maßnahmen dazu führen wird, dass die Menschen ihre Vorsicht fallen lassen werden.

Da die Einschulungen bald beginnen, Unternehmen neue Mitarbeiter einstellen und die Zeit der Kirschblüte beginnt, ist zu befürchten, dass viele Menschen sich nicht an die Abstandsregeln halten werden. Der Chef der japanischen Ärztevereinigung, Toshio Nakagawa, warnte am Donnerstag vor Selbstzufriedenheit in der Öffentlichkeit: „Es besteht die Gefahr, dass die falsche Botschaft vermittelt wird, dass jetzt alles in Ordnung ist.“

Yasutoshi Nishimura, der für die COVID-19-Reaktion zuständige Minister, sagte am Freitag in einer Sitzung des Parlamentsausschusses, dass die Regierung eine strategische Ausweitung der Infektionstests plane, die auf Brennpunkte wie das Nachtleben abziele, um ein solches Szenario zu verhindern.

Wirtschaft wird von der japanischen Regierung priorisiert

Die japanische Regierung versucht allerdings, angesichts schlechter Zahlen, die Wirtschaft des Landes und die Haushaltsausgaben wiederzubeleben. Auch der Tourismus soll wieder angekurbelt werden. Um den Aufnahmezustand aufzugeben, muss sich die Situation in einer Präfektur von Stufe 4, der Warn-Skala der japanischen Regierung, auf Stufe 3 verbessern.

Die Stufen pausieren auf sechs Indikatoren, darunter die wöchentliche Zahl der Infektionen pro 100.000 Menschen und der Prozentsatz der verfügbaren Krankenhausbetten für Corona-Patienten. Die Präfekturen Aichi, Gifu, Osaka, Kyoto und Hyogo erfüllen die Kriterien bereits. In Fukuoka ist die Bettenbelegung der Krankenhäuser allerdings noch zu hoch. Die japanische Regierung geht allerdings davon aus, dass in den nächsten Tagen weitere Fortschritte gemacht werden.

Tokyo, Kanagawa und Saitama bleiben unter Ausnahmezustand

Die Aufhebung des Ausnahmezustands bedeutet allerdings nicht die sofortige Rückkehr zur Normalität, da einige Maßnahmen schrittweise gelockert werden. Zwar hat sich in Tokyo und den benachbarten Präfekturen Kanagawa und Saitama die Situation verbessert, der Ausnahmezustand soll allerdings vorerst bestehen bleiben.

Im Rahmen der Maßnahme sind die Menschen aufgefordert, nur aus dem Haus zu gehen, wenn es nötig ist und Restaurants und Bars sollen bereits um 20 Uhr schließen. Unternehmen werden ermutigt, ihre Mitarbeiter zu Hause arbeiten zu lassen und die Besucherzahlen bei großen Veranstaltungen sind auf 5.000 begrenzt.

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