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Geringer Forschungsetat

Japan hinkt bei der Corona-Forschung weit hinter anderen G-7-Staaten her

Japan liegt bei der Erforschung des Coronavirus, laut einer Studie des Masahiro Tsuji vom Center for Research and Development Strategy, weit hinter den anderen G-7-Staaten her. Dies führt dazu, dass bisher kaum Medikamente zur Behandlung von Coronainfektionen in Japan entwickelt wurden.

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Die Studie des zur japanischen Wissenschafts- und Technologiebehörde gehörenden Centers zeigt, dass Japan weit hinter den anderen G-7-Staaten liegt, was den Umfang der erstellten wissenschaftlichen Berichte über das Virus angeht.

Kaum Forschung wegen geringer finanziellen Mitteln

Die Liste wird von den USA angeführt, China, Großbritannien und Indien sind jeweils in den Top 5. Eine Bewertung der Qualität der wissenschaftlichen Berichte, anhand von Veröffentlichungen in den fünf führenden medizinischen Fachzeitschriften zeigt, dass die akademische Leistung des Landes immer schlechter wird. Japan fiel von Rang 18 im Jahr 2020 auf Rang 30 im Jahr 2021.

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Experten zufolge ist das schlechte Abschneiden Japans auf die geringe Anzahl japanischer Forscherinnen und Forscher, die sich mit dem Thema befassen, sowie auf das Forschungsumfeld und den relativen Mangel an finanziellen Mitteln im Vergleich zu anderen Ländern zurückzuführen.

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Die U.S. National Institutes of Health stellen jährlich 4,09 Milliarden Dollar für die Erforschung ansteckender Krankheiten zur Verfügung.

Im Gegensatz dazu stellt die Japan Agency for Medical Research and Development, die als Kommandozentrale für medizinische Forschungsprojekte in Japan dient, gerade einmal 9 Milliarden Yen (ca. 61 Millionen Euro) zur Verfügung.

Die jährlichen Forschungsmittel für übertragbare Krankheiten stehen im Vergleich zu anderen medizinischen Forschungsprojekten in Japan schlecht da.

Expertengremium wies bereits im Juni auf Probleme hin

So wurden beispielsweise 18 Milliarden Yen (ca. 123 Millionen Euro) für Krebsstudien ausgegeben, Projekte der regenerativen Medizin, die iPS-Zellen verwenden, wurden mit 16 Milliarden Yen (ca. 110 Millionen Euro) gefördert.

Ein Expertengremium der Regierung wies im Juni in einem Bericht darauf hin, dass sich die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten aus Japan aufgrund der schwachen Forschungsergebnisse verzögern. So wird mit dem ersten, in Japan entwickelten, Coronaimpfstoff erst Ende 2022 gerechnet.

Das Gremium wurde eingesetzt, nachdem Premierminister Fumio Kishida auf die Notwendigkeit hingewiesen hatte, Japans Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie zu bewerten.

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