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Lokale Behörden kämpfen mit einigen Problemen

Japan muss noch viele Probleme vor der Einführung der Covid-19-Impfungen lösen

Japan bereitet sich auf die Einführung der Covid-19-Impfungen vor, die Stadt Kawasaki veranstaltet extra einen Testlauf in einer Sporthalle, in der Krankenschwestern die Impfung simulieren.

Ziel des Tests ist es, ein Modell zu schaffen, dass einen reibungslosen Ablauf garantiert und das landesweit übernommen werden kann.

Testlauf als Modell für die Covid-19-Impfungen in Japan

Insgesamt nahmen 60 Menschen an dem Test der Covid-19-Impfung teil, die sich alle in der Turnhalle einfanden und mit Abstand „geimpft“ wurden.

Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, dass die Impf-Dosen schnell verabreicht werden, geplant sind 30 Personen pro Stunde und 200 Personen pro Tag.

Mehr zum Thema:  Japans Strategie gegen das Coronavirus ist laut einer Studie besser als die von Deutschland

Beim Test stellte sich allerdings heraus, dass diese Zeitvorgabe nicht möglich ist, da viele der Testkandidaten Fragen hatten, deren Antwort viel Zeit in Anspruch nahm.

Das Gesundheitsministerium plant auch, ein Video der Kawasaki-Simulation mit den lokalen Regierungen im ganzen Land zu teilen, damit diese ihre eigenen Impfzentren besser vorbereiten können.

Impfungen sollen im Februar starten

Losgehen sollten die Impfungen im Februar, der Impfplan der japanischen Regierung sieht vor, dass zuerst medizinisches Personal geimpft wird, danach sollen Menschen im Alter von 65 oder älter an die Reihe kommen.

Zuerst wird der Impfstoff der Unternehmen Pfizer/Biontech verabreicht, da dieser der einzige ist, der bereits vom Gesundheitsministerium geprüft wird.

Premierminister Yoshihide Suga sagte am 4. Januar, dass die vollständigen Ergebnisse einer Studie, die von der japanischen Tochtergesellschaft von Pfizer/Biontech durchgeführt wurde, bis zum Ende dieses Monats erwartet werden, als Ergebnis einer dringenden Anfrage der japanischen Regierung an die US-Zentrale.

Pfizer Japan plante ursprünglich, die Testergebnisse bis Februar an das Gesundheitsministerium zu übermitteln.

Während die Regierung für die Beschaffung von Impfstoffen zuständig ist, werden die Impfungen den lokalen Behörden überlassen.

Viele Probleme müssen noch gelöst werden

Die Behörden sind allerdings skeptisch, ob sie geeignete Orte für die Impfung einer großen Anzahl von Menschen sichern können.

„Wenn der Ort zu klein ist, besteht die Gefahr, dass es zu einem Gedränge kommt“, sagte Noboru Sakamoto, Präsident des Kawasaki City College of Nursing, dessen Turnhalle für die Simulation genutzt wurde. „Ein Veranstaltungsort für die Impfung wird mindestens sechs Monate lang genutzt, was bedeutet, dass Turnhallen von Grund-, Mittel- oder Oberschulen zur Verfügung stehen, da die Schüler sie jeden Tag brauchen.“

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage von Kyodo News ergab, dass 80 Prozent der 47 Präfekturhauptstädte Japans nicht genügend medizinisches Personal für die Impfungen haben.

Da der erneute Anstieg der Coronavirus-Infektionen seit November in Japan das medizinische System des Landes belasten, ist das medizinische Personal in Japan bereits total überlastet.

Kürzlich kam in der Regierung daher die Idee, Medizinstudenten zu den Impfstellen zu entsenden, um den Personalmangel zu beheben, der aber nach dem Widerstand des Bildungsministeriums wieder verworfen wurde.

Das Gesundheitsministerium äußerte sich ebenfalls kritisch, ein Beamter des Ministeriums sagte: „Das ist lächerlich. Wer wird die Verantwortung übernehmen, wenn ein Problem auftritt?“

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