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Impfkampagne muss beschleunigt werden

Japan riskiert mit langsamen Impftempo weitere Notfallmaßnahmen

In Japan geht die Impfkampagne nur sehr langsam voran, was laut einer Studie dazu führt, dass das Land weitere Notfallmaßnahmen gegen die Pandemie riskiert.

Dr. Yasuharu Tokuda, Direktor des Muribushi Okinawa Center for Teaching Hospitals, und Toshikazu Kuniya, außerordentlicher Professor für Systeminformatik an der Universität Kobe erstellten die Studie auf der Grundlage, dass täglich durchschnittlich 220.000 Impfdosen verabreicht werden.

1.000 Tage bis alle Menschen in Japan geimpft sind

Bei diesem Impftempo würde es 1.000 Tage dauern, bis alle 110 Millionen Menschen in Japan, ab 16 Jahre, mit jeweils zwei Dosen geimpft wurden.

Allerdings wurden bis zum 13. Mai in Japan insgesamt 5.593.436 Impfungen verabreicht, was einem Durchschnitt von ca. 65.000 Impfungen pro Tag entspricht. Vergangenen Donnerstag waren es 286.000 Impfungen, was den wöchentlichen Durchschnitt auf etwa 193.000 angehoben hat.

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Die Studie, die Anfang Mai veröffentlicht wurde, ging davon aus, dass der Ausnahmezustand ausgerufen wird, wenn die Zahl der täglichen Infektionen die 5.000 übersteigt und das die Maßnahme aufgehoben wird, wenn die 1.000 unterschritten werden.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass wenn sich das Tempo der Impfungen auf 440.000 pro Tag verdoppelt, bis zum nächsten März drei weitere Ausnahmezustände erforderlich sind.

Allerdings ist die Zahl von 5.000 Neuinfektionen bereits überschritten. Zwar wurde der Ausnahmezustand ausgedehnt, aber die japanische Regierung sieht keinen Grund für einen landesweiten Ausnahmezustand.

Gezielte Maßnahmen anstelle des Ausnahmezustands

Stattdessen sollen gezielte Maßnahmen die Pandemie eindämmen. Die Impfkampagne soll ebenfalls beschleunigt werden. Dafür ist es geplant, dass auch Zahnärzte impfen sollen und in Tokyo und Osaka werden größere Impfzentren eröffnet.

Allerdings hat die Impfkampagne mit einigen Probleme zu kämpfen, zuletzt ist das System für die Buchung eines Termins in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen.

Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass wenn die Regierung mit ihrer milden Corona-Politik weiter macht, es weitere Notfallmaßnahmen in Japan geben wird und die Zahl der Todesfälle weiter ansteigen wird.

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