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Zwei Missionen sollen neue Erkenntnisse bringen

Japan schickt Raumsonden zum Mond

Für die kommenden Jahre will Japan gleich mehrere Projekte im Weltraum umsetzten. Unter anderem will man den Mond genauer erforschen, weswegen demnächst zwei Sonden zum Mond geschickt werden.

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Die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) bestätigte am Freitag kürzlich, dass zwei kleine Raumschiffe zum Mond geschickt werden sollen. Omotenashi und Equuleus heißen die Sonden, wie die Teamleiter hinter dem Projekt während einer Pressekonferenz erklärten.

Mondsonden sollen neue Erkenntnisse bringen

Mit Omotenashi will man dabei ein Stück Geschichte schreiben. Als erstes japanisches Raumfahrzeug soll sie auf dem Mond landen. Der Plan sieht vor, dass das Gerät auf dem Mond landet und dann per Radiowellen Informationen an die Erde sende. Beim Aufprall wird die Sonde dabei einen Geschwindigkeit von 180 Kilometern pro Stunde haben.

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Es wird gehofft, dass Omotenashi Daten bei seiner Landung sammelt, die dabei helfen, zukünftige Mondsonden noch kleiner und leichter zu machen.

Equuleus Mission ist ähnlich. Die Sonde soll die andere Seite des Mondes aus der Ferne untersuchen. JAXA will testen, ob Equuleus problemlos zu verschiedenen wichtigen Stellen im Weltraum fliegen kann.

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Beide sollen bereits am Montag nach japanischer Zeit an Bord der Rakete SLS in den Weltraum geschickt werden. Die Rakete besitzt die neuste Generation der Raumfahrttechnik und wurde von der US-Raumfahrtbehörde NASA entwickelt. Japan selbst konnte mit der Hayabusa 2 bereits Erfahrungen beim Landen und Steuern von Raumsonden gewinnen.

Keine einfachen Missionen

Professor Tatsuaki Hashimoto, Teamleiter von Omotenashi, erklärte allerdings, dass es viel einfacher sei, eine Sonde zu entwickeln, als sie zu fliegen. Aus dem Grund wurde das ganze letzte Jahr damit verbracht, Simulationen durchzuführen, um ausreichend vorbereitet zu sein.

Auch der Teamleiter von Equuleus, Professor Ryu Funase, betont, dass es sich um keine einfachen Missionen handelt. Die kleinen Raumfahrzeuge müssen verschiedene Aufgaben erledigen, was das Projekt durchaus zu einer Herausforderung macht.

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