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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftJapan startet Umfrage zum Körperbild junger Frauen

Kampf gegen das Untergewicht

Japan startet Umfrage zum Körperbild junger Frauen

Die japanische Regierung hat eine Forschungsgruppe eingesetzt, die untersuchen soll, wie das Körperbild bei jungen Frauen im Land ist, da die Zahl der untergewichtigen Japanerinnen immer größer wird.

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Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales will die Ergebnisse der Umfrage nutzen, um das Verständnis für die Bedeutung eines normalen Körpergewichts zu verbessern und ein Bewusstsein für die Risiken einer übermäßigen und unausgewogen Ernährung schaffen.

Immer mehr junge Frauen in Japan haben ein falsches Körperbild

Die Forschungsgruppe soll bis März nächsten Jahres herausfinden, wie man junge Frauen nach ihrem Körperbild befragen kann und sich ein Bild von dem Verständnis der Essgewohnheiten und der allgemeinen Ernährung machen.

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Die Nationale Gesundheits- und Ernährungserhebung 2019 ergab, dass 20,7 Prozent der Frauen in ihren 20ern einen Body-Mass-Index von unter 18,5 hatten. 70,4 Prozent hatten einen BMI zwischen 18,5 und 24,9, der als normales Gewicht gilt, und 8,9 Prozent einen übergewichtigen BMI von 25,0 oder mehr.

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Der Anteil der untergewichtigen Menschen ist höher als in anderen Altersgruppen und Japans Niveau liegt über dem anderer Industrienationen.

Falsches Bild von einer perfekten Frau

Das Problem liegt oft darin begründet, dass die Medien sowie die Werbe- und die Modebranche ein falsches Bild für das perfekte Aussehen einer Frau in der Gesellschaft geschaffen haben. Auch die sozialen Medien wie zum Beispiel Instagram, fördern diese Sicht, was mittlerweile weltweit kritisiert wird.

Der 2013 gestartete 10-Jahres-Plan Health Japan 21 der Regierung zielte darauf ab, den Anteil der Frauen in ihren 20ern mit einem untergewichtigen BMI auf unter 20 Prozent zu senken. Der Plan ging allerdings nicht auf.

Untergewichtige Mütter haben ein höheres Risiko für Geburten, bei denen das Gewicht des Kindes 2.500 Gramm oder weniger beträgt. Ein Problem, das in Japan ebenfalls immer größer wird.

Kinder, die untergewichtig geboren werden, haben mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Körperzusammensetzung, die Nährstoffe nur schwer speichert und sind im Erwachsenenalter anfälliger für Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen und Diabetes.

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