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Wegen Lieferengpässen

Japan überlegt die zweite Dosis des Covid-19-Impfstoff von Pfizer/Biontech zu verschieben

Da es Probleme mit der Verfügbarkeit dem Covid-19-Impfstoff gibt, überlegt Japan nun auch, ob die zweite Impfung, die beim Impfstoff von Pfizer/Biontech nötig ist, zu verschieben.

Bereits Großbritannien ist diesen Weg gegangen und auch in Deutschland wurde darüber diskutiert.

Zweite Impfung wegen Lieferengpässe beim Covid-19-Impfstoff lieber verschieben

„Wenn es eine gute Wirksamkeit auch mit einer Dosis gibt und dies der Weg in Japan wäre, würde sich die Impf-Methode ändern“, so Taro Kono, der für die Koordination der Covid-19-Impfungen zuständige Minister, am Sonntag gegenüber NHK und deutete damit an, dass die Japans Regierung Einzelimpfungen in Erwägung ziehen wird.

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Eine Studie eines israelischen Krankenhauses ergab, dass die erste Dosis des Covid-19-Impfstoffes von Pfizer/Biontech, die Symptome um bis zu 85 Prozent reduzierte. Eine weitere Studie zeigte, dass eine Einzeldosis des von der University of Oxford und dem britisch-schwedischen Arzneimittelhersteller AstraZeneca PLC entwickelten Impfstoffs in den ersten 90 Tagen nach der Impfung einen Schutz von 76 Prozent bot.

Großbritannien hat sich entschieden, vorrangig Einzelimpfungen zu verabreichen, um mehr Menschen so schnell wie möglich zu erreichen und hat das Intervall zwischen der ersten und zweiten Impfungen von drei bis vier Wochen auf bis zu 12 Wochen verlängert – eine Strategie, die sich bei der Reduzierung von Infektionen, schweren Symptomen und Todesfällen bewährt hat.

Gesundheitsminister Norihisa Tamura sagt allerdings, dass Japan erst einmal an der aktuellen Strategie festhalten will. Auch Premierminister Yoshihide Suga sagte, dass er an der Strategie nichts ändern möchte.

Japan hatte vergangenen Mittwoch mit den Covid-19-Impfungen begonnen, zwei Monate später als in Großbritannien und den USA.

Japan hat bisher zwei Lieferungen von Pfizer/Biontech erhalten, allerdings gibt es noch keinen Zeitplan für die dritte Lieferung inmitten des sich verschärfenden globalen Wettlaufs um die Versorgungssicherheit.

Japan hofft, bis Ende Juni genügend Impfungen für alle Einwohner zu bekommen, ob die Hoffnung erfüllt wird, ist aktuell allerdings fraglich.

Daher sprechen sich immer mehr Politiker für die Methode aus, dass nur eine, der erforderlichen zwei Dosen bei den Covid-19-Impfungen verabreicht wird, in der Hoffnung, dass so mehr Leben gerettet werden könnten.

Zu wenig Impfdosen für alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens

Nach der Impfung von 40.000 Mitarbeitern des Gesundheitswesens, die hauptsächlich in staatlichen Krankenhäusern arbeiten, sollen bis Ende des Monats alle 4,7 Millionen Mitarbeiter des japanischen Gesundheitssystems die Covid-19-Impfungen bekommen.

Kono hatte ursprünglich gesagt, dass die Regierung plant, 2,34 Millionen Dosen des Impfstoffs für 1,17 Millionen Menschen bereitzustellen, aber das wäre nur ein Viertel dessen, was benötigt wird, um alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens zu impfen.

Die Hoffnungen liegen nun auf den Impfstoff von AstraZeneca, dessen Zulassung zurzeit in Japan geprüft wird und die bis März erwartet wird.

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