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Clusterfahndung funktioniert nicht mehr

Japan weitet seine Corona-Tests aus

Kyodo: Im Kampf gegen die neue Infektionswelle will Japan mehr Corona-Tests pro Tag durchführen.

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Mittlerweile hat das Land bei den Neuinfektionen die 25.000er-Marke überschritten, da sich immer mehr Menschen zwischen 40- und 50-jährigen, die nicht geimpft sind, infizieren.

Clusterfahndung funktioniert in Japan nicht mehr

Durch die Delta-Variante steigt die Zahl der Infektionen in Japan immer schneller an und die bisherige Strategie der Clusterfahndung ist an seine Grenzen geraten. Außerdem kommen die Gesundheitszentren nicht mehr hinterher, weswegen Tokyo die Kontaktnachverfolgung bereits eingeschränkt hat.

Die japanische Regierung beabsichtigt daher die Testkapazitäten von 320.000 PCR-Tests pro Tag voll auszuschöpfen, was ein Anstieg der Corona-Tests von etwas das Dreifache der aktuellen durchgeführten Tests bedeutet.

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„Zumindest in einer Großstadt wie Tokyo wird die Cluster-Methode nicht mehr funktionieren“, so Kazuaki Shindai, ein Arzt und Forscher für öffentliche Gesundheit an der Universität Kyoto. „Wenn Einzelpersonen mehr PCR-Tests erhalten können, könnte es hilfreich sein, ihren Zustand herauszufinden und sich selbst zu isolieren und dann zu verhindern, dass sie umherziehen.“

Corona-Tests während der Olympischen Spiele ein wichtiges Mittel

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Japans eher wenige Corona-Tests waren während der gesamten Pandemie ein kontroverses Thema. Derzeit gibt es nur 150 Tests pro 1.000 Menschen, gegenüber 230 in Südkorea und 1.520 in den Vereinigten Staaten.

Bei den kürzlich abgeschlossenen Olympischen Spielen in Tokyo waren jedoch massive, regelmäßige Tests mit fast 600.000 Untersuchungen ein wesentliches Merkmal der Infektionskontrolle.

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