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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftJapan will mit Wartelisten für Covid-19-Impfungen Verschwendung vermeiden

Keine Vorteile für geimpfte Menschen durch Impfpass

Japan will mit Wartelisten für Covid-19-Impfungen Verschwendung vermeiden

Japan prüft zurzeit die Einführung von Wartelisten für Covid-19-Impfungen, um Verschwendung von Impfstoffen zu vermeiden.

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„Wir wollen die Verschwendung von Impfstoffen vermeiden und daher die Reihenfolge der Priorität ändern, falls geplante Impfungen in letzter Minute abgesagt werden“, so der zuständige Minister Taro Kono in einer Fernsehsendung am Wochenende. Gleichzeitig schloss er Vorteile für bereits geimpfte Menschen aus.

Gemeinden sollen Wartelisten entwickeln

Kono deutete an, dass die japanische Regierung die Gemeinden, die für die Impfungen in Japan zuständig sind, auffordern wird, ein System für Wartelisten zu entwickeln.

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Das Land begann vergangene Woche mit der ersten Phase ihres Impfplans. Seit vergangenen Mittwoch werden 40.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit dem Covid-19-Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft. Etwa die Hälfte der Geimpften nehmen an einer Studie teil, um herauszufinden, ob es ernsthafte Nebenwirkungen gibt.

Ab März sollen dann alle 4,7 Millionen Mitarbeiter des Gesundheitswesens geimpft werden. Ab April folgen dann alle Menschen im Alter von 65 Jahren oder älter und wenige Wochen später Menschen mit Vorerkrankungen, wie Diabetes oder Herzkrankheiten und Mitarbeiter in Pflegeheimen.

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Die restliche Bevölkerung wird danach den Covid-19-Impfstoff bekommen.

Kono schließt Impfpass aus

Über mögliche Lockerungen für bereits geimpfte Menschen, zum Beispiel mit Vorlage eines Impfpasses sagte Kono, dass er bezweifelt, dass sich diese Idee durchsetzten wird.

Auch Reisen mit einem Impfpass zu ermöglichen schloss Kono aus und sagte, dies würde alle diskriminieren, die wegen einer Allergie nicht geimpft werden können.

„Ich glaube nicht, dass die internationale Gemeinschaft ein System einführen wird, das Menschen daran hindert, etwas zu tun, wenn sie nicht geimpft werden“, so der Minister.

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