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Holz ist umweltschonender

Japan will Satellit aus Holz ins Weltall schießen

Japanische Wissenschaftler planen zurzeit einen neuen Satelliten in den Weltraum zu schicken. Es soll sich dabei allerdings nicht um ein herkömmliches Modell handeln. Zum ersten Mal will man ein Exemplar aus Holz nutzen.

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Wissenschaftler der Kyoto University und von Sumitomo Forestry Co. arbeiten für das ungewöhnliche Projekt zusammen. Der Holzsatellit soll schon 2023 ins All geschossen werden. Ab Dezember wird die Internationalen Raumstation ISS Experimente durchführen, um die Alterungsrate verschiedener Holzarten im Weltraum zu messen.

Erste Experimente sind vielversprechend

Die Wissenschaftler haben bereits Experimente mit Großblättrige Magnolie, Hinoki-Scheinzypresse und Zedern auf der Erde durchgeführt. Sie haben dabei festgestellt, dass sie trotz nachgestellter Bedingungen auch nach drei Jahren keinen Verschleiß aufwiesen. Für die Versuche im Weltraum wird nun Holz von der japanischen großblättrigen Magnolie, Bergkirsche und Ermans Birke getestet.

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Komplett aus Holz wird der Satellit aus technischen Gründen aber nicht sein. Das Halbleitersubstrat wird aus einer Mischung aus Silizium, Metall, Kunststoff und anderen Materialien bestehen. Nur der Körper, der auf jeder Seite 10-11 Zentimeter misst, wird komplett aus Holz gefertigt

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Das Projekt soll nicht nur neue Technicken erforschen, sondern auch der außerplanetarischen Umwelt zugutekommen. Weltraumschrott in der Umlaufbahn der Erde ist ein ernsthaftes Problem. Japanische Forscher sammeln bereits Ideen, wie sie den Müll beseitigen können. Es gibt aber noch ein anderes Problem.

Aluminium-Satelliten hinterlassen gefährliche Rückstände

Viele Satellitenrümpfe werden aus Aluminium gefertigt und sollen eigentlich in der Atmosphäre verglühen, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Jedoch hinterlassen sie trotzdem kleine Aluminiumpartikel, die Raketen beschädigen können.

Dazu gibt es die Vermutung, dass die Partikel auch dem Erdklima schaden. Ein Satellit aus Holz würde nach den bisherigen Theorien keine Rückstände hinterlassen und somit das Problem lösen

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