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Mitte Februar will das Land mit dem impfen anfangen

Japan will sich weiteren Impfstoff von Pfizer/Biontech sichern

Japan plant sich weiteren Impfstoff von Pfizer/Biontech für 12 Millionen Menschen sichern, da der Impfstoff aller Voraussicht nach am 15. Februar im Land zugelassen wird.

Das Land hatte sich bereits im vergangenen Jahr 120 Millionen Dosen für 60 Millionen Menschen gesichert. Um die gesamte Bevölkerung zu impfen, braucht Japan insgesamt 252 Millionen Dosen.

Impfstoff wird voraussichtlich Mitte Februar zugelassen

Der Impfstoff von Pfizer/Biontech ist bisher der einzige, der bereits vom japanischen Gesundheitsministerium geprüft wird.

Japan Gesundheitsminister Norihisa Tamura sagte während einer Pressekonferenz: „Wir werden nun endlich mit den Impfungen beginnen können, da ein Vertrag abgeschlossen wurde. Wir haben so viele Impfstofflieferungen wie möglich bis zum Ende der ersten Jahreshälfte angefordert.“

Pfizer und sein deutscher Partner Biotech  haben klinische Studien an rund 43.000 Menschen im Ausland durchgeführt und festgestellt, dass ihr Impfstoff zu 95 Prozent wirksam ist. Das Unternehmen plant, dem japanischen Gesundheitsministerium noch in diesem Monat die Ergebnisse einer klinischen Studie vorzulegen, die in Japan an etwa 160 Menschen durchgeführt wird.

Die japanische Regierung hat außerdem einen Vertrag mit AstraZeneca über Dosen, die für 60 Millionen Menschen ausreichen, sowie einen Vertrag mit Moderna Inc. über 25 Millionen Menschen.

Über 39 Millionen Dosen wurden bereits in rund 50 Ländern verabreicht, sagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Ghebreyesus, während einer Vorstandssitzung Anfang der Woche.

Mittlerweile hatte Biontech angegeben, dass sie die Produktion drosseln werden, um ihre Produktionsstraße auszubauen. Dies dürfte auch in Japan zu einer Lieferverzögerung führen.

Zahl der Infizierten steigt in Japan weiter an

In Japan gibt es keine Anzeichen für ein Abklingen der Pandemie, obwohl die Regierung dazu aufruft, dass die Menschen zu Hause bleiben sollen.

Mehr als 5.500 neue Infektionen wurden am Mittwoch bestätigt, mit einem Rekord von 1.014 Patienten mit schweren Symptomen. In Tokyo, der am stärksten betroffenen von 47 Präfekturen, wurden 1.274 neue Infektionen bestätigt.

Während einer Plenarsitzung des Repräsentantenhauses am Mittwoch sagte Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga: „Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, damit wir so bald wie möglich mit den Impfungen beginnen können.“

Die demokratische Verfassungspartei Japans, größte Oppositionspartei, kritisierte die Regierung während der Sitzung für ihre Langsamkeit bei der Ausrufung eines zweiten Ausnahmezustands inmitten der Pandemie und wegen ihres Plans, Menschen zu bestrafen, die mit dem Coronavirus infiziert sind und sich weigern, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden.

Suga wies die Kritik zurück und sagte, die Regierung habe die Entscheidung über den Ausnahmezustand getroffen, nachdem sie sich die Meinungen von Experten angehört hat.

Der CDPJ-Vorsitzende Yukio Edano sagte, das medizinische System des Landes sei aufgrund der langsamen Reaktion der Regierung nicht nur angespannt, sondern bereits zusammengebrochen.

Suga hatte am 7. Januar den Ausnahmezustand für Tokyo und drei benachbarte Präfekturen ausgerufen und den Geltungsbereich sechs Tage später auf sieben weitere Präfekturen ausgeweitet, darunter Osaka, Aichi und Fukuoka. Aber die Oppositionspartei hatte einen solchen am 18. Dezember bereits vorgeschlagen, dass diese Maßnahme ergriffen wird, da die Infektionszahlen immer alarmierender wurden.

Zwei Wochen nachdem der Ausnahmezustand für den Großraum Tokyo ausgerufen wurde, steht das medizinische System unter erheblicher Belastung und die Stadtverwaltung meldete kürzlich mehrere Todesfälle von COVID-19-Patienten, die sich zu Hause erholen.

Die japanische Regierung plant nun eine Gesetzesänderung, um diejenigen zu bestrafen, die eine Einweisung ins Krankenhaus ablehnen, mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe von 1 Million Yen.

Aber Edano sprach sich gegen diesen Plan aus und nannte die Einführung von Strafen extrem.

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