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Ausbreitung von Omikron verhindern

Japan will Zeitraum für Boosterimpfungen verkürzen

Wegen der Befürchtung, dass sich die Corona-Variante Omikron in Japan ausbreiten könnte, überlegt das Land den Zeitraum für die Boosterimpfungen verkürzen.

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Aktuell liegt der Zeitraum bei acht Monaten, mit der Option für die Präfekturen, diesen auf sechs Monate zu verkürzen. Nach den Überlegungen soll der Zeitraum allgemein auf sechs Monate verkürzt werden.

Japan ändert Impfplan wegen Omikron

Nach der Ankündigung, dass es bereits zwei bestätigte Infektionen mit Omikron in Japan gibt, hatte Kabinettschef Horikazu Matsuno erklärt, dass man bei acht Monaten auf Grundlage der verfügbaren Informationen bleiben könnte.

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Da allerdings gerade Europa aus Angst vor der neuen Corona-Variante auf die Boosterimpfungen setzt und auch in Japan die Forderung nach einer schnelleren Auffrischungsimpfung laut werden, ist man nun innerhalb der Regierung anderer Meinung.

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Die Einführung der Auffrischungsimpfungen in Japan hat am Mittwoch begonnen, zunächst für medizinisches Personal.

Der Präsident der Japan Medical Association, Toshio Nakagawa, traf sich mit Noriko Horiuchi, der für Impfungen zuständigen Ministerin, und schlug vor, die Auffrischungsimpfungen flexibel zu verabreichen und mit den Gemeinden zu beginnen, die bereit sind.

Keiichiro Kobayashi, Professor an der Keio-Universität und Mitglied eines Gremiums, das die Regierung in Fragen der Pandemie berät, erklärte, dass die Impfstoffe nach fünf bis sechs Monaten an Wirksamkeit verlieren.

Verkürzung der Zeit könnte erneutes Chaos auslösen

Die japanische Regierung muss allerdings Impfstoffe beschaffen und Personal finden, damit die Impfungen nach sechs Monaten landesweit durchgeführt werden können. Zwar ist genügend Impfstoff bestellt, sollte es aber am Anfang des Jahres ein Andrang auf die Impfungen geben, könnten die aktuellen Vorräte knapp werden.

Zudem bereiten sich viele Präfekturen aktuell auf die Impfungen vor, allerdings gehen sie von einem achtmonatigen Zeitraum aus. Sollte der Zeitraum verkürzt werden, befürchten nicht wenige erneut ein Chaos, da nicht genügend Personal zur Verfügung steht.

Wegen der neuen Corona-Variante hat Japan bereits die Einreise für Ausländer für einen Monat ausgesetzt und erwägt weitere Einschränkungen zu ergreifen, sollte dies notwendig sein.

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