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Mini-Manga in Impfzentren

Japan wirbt mit Golgo 13 fürs Impfen

Im Kampf um eine höhere Impfbereitschaft kann Japan nun auf die Unterstützung von Duke Togo, Protagonist von Takao Saitos langjähriger Manga-Serie „Golgo 13“, zählen.

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Japans berühmtester fiktiver Attentäter wird von der Regierung in Impfzentren „eingesetzt“, um die Menschen zu ermutigen, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen.

Impfaufforderung im Manga-Stil

Im Rahmen dieser Aktion wurden am 26. Juli in den großen Impfzentren der japanischen Selbstverteidigungskräfte in Tokyo und Osaka Tafeln mit Manga-Geschichten unter dem Titel „Auftrag von K“ aufgestellt. Es wird gehofft, dass sich geimpfte Personen neben den Tafeln fotografieren lassen und dann über die sozialen Medien über die Impfung informieren.

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Auf den Tafeln ist der Scharfschütze Togo zu sehen, der ohne Hemd auf einem Bett in einem medizinischen Untersuchungsraum sitzt. Er fragt den anwesenden Arzt: „Ich habe gehört, die japanische Regierung hat einen dringenden Auftrag … Worum handelt es sich?“ Der Arzt antwortet: „Sie wollen, dass Sie den Impfstoff verbreiten, um das Coronavirus zu besiegen“, und holt dann eine Spritze hervor. Der Dialog wurde durch die Anpassung bestehender Panels aus dem Manga erstellt.

Regierung ruft zum Impfen auf

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Das neue Schema kam dank der Verbindungen zwischen den Machern des Mangas und der Regierung zustande, die bei der Produktion eines Videos des Außenministeriums im Jahr 2018 geknüpft werden konnten. In diesem wurde „Golgo 13“ verwendet, um japanische Staatsangehörige im Ausland über Sicherheitsmaßnahmen zu informieren.

Im März wurde deswegen der Manga bereits für eine andere Kooperation mit Bezug auf Corona verwendet. Damals wollte das Ministerium mithilfe von Togo japanische Firmen im Ausland beim Infektionsschutz beraten.

Das Gremium will junge, mittelalte und ältere Menschen dazu anhalten, sich impfen zu lassen, während die Impfungen bei älteren Menschen bereits voranschreiten. Es unterstreicht die Wichtigkeit der Impfung, indem es auf die Gefahr von Todesfällen und langfristigen Komplikationen durch schwere COVID-19-Symptome hinweist.

Nicht genug Impfstoff

Bei einem Besuch am 26. Juli in einem großen Impfzentrum in Tokyo sagte Impfminister Kono: „Wir möchten, dass die Menschen, die sich hier impfen lassen, Fotos (mit der Tafel) machen und durch Tweets die Impfungen unter Menschen der gleichen Generation verbreiten.“

Obwohl Reporter nach Details zum Titel der Tafel, „Assignment from K“, fragten, sagte Kono nur: „Man wird mich verschwinden lassen, wenn ich unvorsichtig rede.“

Ein Problem dabei ist aber auch, dass sich viele Impfwillige noch gar nicht impfen lassen können, weil es an Impfstoff fehlt und einige Kampagnen zum Impfen, wie etwa die am Arbeitsplatz, eingestellt werden mussten. Vielleicht sollte Togo mit der Beschaffung von Impfstoffen beauftragt werden?

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