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Untersuchung ist erste ihrer Art

Japanische Forscher finden heraus, dass bereits Dinosaurier an Krebs erkrankten

Dinosaurier sind in vielerlei Hinsicht für Forscher ein Rätsel und halten immer noch überraschende Geheimnisse bereit. Das Forschungsergebnis einer Gruppe Wissenschaftler aus Japan und Kanada sorgte jedenfalls jetzt für eine große Sensation. Laut ihnen kämpften bereits die Riesenechsen gegen Krebs.

Die Forscher der Okayama University of Science in Okayama, der McMaster University und dem Royal Ontario Museum haben kürzlich die unglaubliche Entdeckung gemacht. Bei der Untersuchung von fossilen Dinosaurierüberresten bemerkten sie Auffälligkeiten.

Untersucht wurde ein Beinknochenfossil eines Ceratopsian namens Centrosaurus apertus. Der Dinosaurier lebte vermutlich vor 77 Millionen Jahren bis 75,5 Millionen Jahren in der späten Kreidezeit. Gefunden wurde der Knochen 1989 in Kanada und gehört dem Royal Tyrrell Museum für Paläontologie.

Merkwürdige Deformierung stellt sich als Krebs heraus

Die Forscher stellten bei der Untersuchung fest, dass das verstorbene Tier an einer Krankheit gelitten haben muss. Am Ende des Knochens gab es eine Art Deformierung, welche medizinisch genauer analysiert wurde. Mithilfe eines CT-Scans wurde die innere Struktur des Knochens überprüft und festgestellt, dass die Anomalie porös war.

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Es gab weitere Untersuchungen sowie Vergleiche des Knochens mit anderem Gewebe von Dinosauriern und menschlichen Krebspatienten. Am Ende waren sich die Forscher sicher, dass der Dinosaurier an einer Art Knochenkrebs gelitten haben muss. Das führte zum Schluss, dass Krebs tief in der Geschichte der biologischen Evolution verankert ist und keine moderne Krankheit ist, wie einige glauben.

Wissenschaftliche Studie ist einzigartig

Ein sensationelles Ergebnis für die Wissenschaftswelt, da es bis jetzt so eine Vermutung nicht gab. Kentaro Chiba, Assistenzprofessor für Paläontologie von Wirbeltieren, erklärte, dass bisher keine derartige Studien durchgeführt wurde.

Sie sind die ersten, die mit verschiedenen Experten, auch aus dem medizinischen Bereich, die Überreste untersuchten und nach Krankheiten suchten, die auch dem menschlichen Standard entsprechen. Das Ergebnis der Wissenschaftler könnte nun nachweislich die Forschungen beeinflussen. Bereits am 4. August wurden die Ergebnisse der Untersuchung in der Online-Ausgabe der The Lancet Oncology veröffentlicht.

TAS

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