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Firma analysiert Körpergeruch

Japanischer Dienst analysiert wie sehr der eigene Körpergeruch stinkt

Dass Menschen manchmal etwas unangenehm riechen, ist nichts Ungewöhnliches. Allerdings bemerkt man selbst meistens gar nicht wie schlimm man vielleicht stinkt. Ein japanisches Unternehmen will deswegen helfen und bietet Geruchsanalysen für den Körpergeruch an.

Odorate Co. heißt das Unternehmen mit Sitz in Wako, Saitama, dass es seit 2019 gibt. Sie bieten Dienst an, der Geruchsanalysen bei Menschen durchführt und verrät, wie sehr sie stinken. Und tatsächlich scheint das Interesse groß zu sein, da es bereits um die 1.000 Anfragen gibt. Eine riesige Menge, für den zurzeit einzigen fest angestellten Mitarbeiter.

Eine Frage des Geruchs

Die Idee für das ungewöhnliche Angebot stammt von dem Firmenchef Shota Ishida. Der 30 Jahre alte Geruchsanalytiker hatte als Student dieselben Sorgen wie seine Kunden, nämlich das er fruchtbar stinkt. Er hatte dabei immer die Vermutung, dass er für seine Mitmenschen unangenehme riecht, konnte sich aber nie sicher sein. Das führte dazu, dass er sich sehr unwohl fühlte.

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Er stellte dabei fest, dass viele Menschen ihren eigenen Körpergeruch gar nicht richtig bewerten können. Auf der anderen Seite traut sich die Umgebung oft nicht jemanden zu sagen, dass er stinkt.

Da auch andere nicht wirklich mit anderen Menschen über das Thema Körpergeruch reden können, beschloss er den Dienst zu entwickeln. Bei ihm wird anhand von objektiven Daten herausgefunden, ob jemand unangenehm riecht oder nicht.

Ein T-Shirt verrät viel über den Körpergeruch

Das System dahinter ist einfach. Kunden erhalten von dem Unternehmen ein Analysekit für etwa 117 Euro. Neben einem T-Shirt sind auch Aufkleber mit Aktivkohle enthalten. Kunden sollen die an das T-Shirt anbringen, wenn sie es tragen, um den Körpergeruch einzufangen. Nach 24 Stunden tragen wird das Set wieder an Odorate zurückgeschickt und ausgewertet.

Danach erhalten Kunden einen Bericht über ihren Körpergeruch, der acht verschiedene Körperteile erfasst, wie Nacken und Achseln. Bewertet werden die Bereiche mit Punkten von eins bis fünf wo bei fünf am schlechtesten ist. Ebenfalls gibt es auch Informationen dazu, wie weit Menschen einen riechen können und wie der Geruch beschrieben werden kann. Dafür werden Proben auf 25 verschiedene Chemikalien untersucht, die bestimmte Gerüche verursachen.

Am Ende gibt es noch Tipps für Kunden, was sie gegen üble Gerüche unternehmen können, wie sie am besten Baden sollten und wie sie am besten ihre Wäsche waschen. Vielen helfen diese Hinweise sehr.

Viele machen sich unnötig Sorgen

Ein Mann in den Sechzigern erklärte, dass seit seiner Pubertät ihm sein Körpergeruch Probleme machte und er so Einschränkungen bei der Arbeit und der Liebe erfuhr. Überwiegend nutzen wohl Personen in den Vierzigern den Dienst. Aber auch andere Altersgruppen machen sich Gedanken über ihren Geruch.

Allgemein gab Ishida jedoch an, dass viele sich zu große Sorgen machen und sie nicht wirklich stinken. Davon seien dann einige im Nachhinein sehr überrascht, dass bei ihnen gar kein Problem vorliegt. Dass der eigene Gestank oft nur Einbildung ist, zeigte auch das Unternehmen Benefit-ion, die ebenfalls den Körpergeruch analysieren und dazu passende Seifen produzieren.

Odorat selbst will sich weiterentwickelt und sein Angebot erweitern. Unter anderen planen sie bereits ein einfacheres und billigeres Testkit, bei dem nur die Achselhöhlen untersucht werden. Ende Januar will das Unternehmen das neue Set anbieten. Neben dem aktuellen Testkit gibt es dazu auch noch ein persönliches Beratungsprogramm zum gleichen Preis.

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