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Ausgaben auf den Prüfstand

Japans Ausgaben wegen der Pandemie belaufen sich auf 116 Milliarden Euro

Japans Ausgaben, die das Land wegen der Pandemie tätigen musste, belaufen sich auf 16 Billionen Yen (ca. 16 Milliarden Euro). Darunter die Ausgaben für Corona-Impfstoffe und der medizinischen Versorgung.

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Das Finanzministerium veröffentlichte am 13. April  eine grobe Aufschlüsselung der 16 Billionen Yen. Fast 40 Prozent, also 6 Billionen Yen (ca. 43 Milliarden Euro), wurden für die Finanzierung der umfassenden Notfallsubvention verwendet, die die Präfekturverwaltungen zur Sicherung von Krankenhausbetten und für Maßnahmen zur Infektionsprävention verwendet haben.

2,2 Milliarden Yen für Krankenhausbetten

Davon wurden 2,2 Billionen Yen (ca. 15 Milliarden Euro) für die Sicherung von Betten und etwa 440 Milliarden Yen (ca. 3,19 Millionen Euro) für die Zahlung von Prämien an medizinische Fachkräfte verwendet. Bis Ende April 2022 standen 43.200 Betten für COVID-19-Patienten zur Verfügung, zuletzt hatte Japan die stationäre Aufnahme von Corona-Patienten begrenzt.

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Für das Impfprogramm wurden bisher 4,7 Billionen Yen (ca. 34 Milliarden Euro) ausgegeben, einschließlich der Kosten für den Impfstoff. Japan kaufte bisher 272 Milliarden Dosen verschiedener Hersteller.

Die Ausgaben für Personal, das den Impfstoff verabreicht, beziffern sich auf 2,3 Billionen Yen (ca. 16 Milliarden Euro).

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Für die Beschaffung von intravenösen Medikamenten zur Behandlung von COVID-19 wurden bisher 1,3 Billionen Yen (ca. 9,4 Milliarden Euro) ausgegeben. Dazu kommen weitere 1,3 Billionen Yen für die Forschung an Impfstoffen direkt in Japan.

Ausgaben pro Person in Japan belaufen sich bisher auf 120.000 Yen

Die gesamten Ausgaben zur Bekämpfung der Pandemie belaufen sich damit auf mindestens 120.000 Yen (ca. 871 Euro) pro Einwohner in Japan.

Laut des Finanzministeriums sind die 16 Billionen Yen durch den Haushaltsplan 2020 bis 2021 und den Reservefonds abgedeckt. Allerdings wird die gesonderte Notsubvention zur lokalen Wiederbelebung, mit denen die Präfekturen ihre Wirtschaft wieder ankurbeln sollen, auch für die Sicherung des medizinischen Versorgungssystems ausgegeben.

Der ehemalige Innenminister Hiroya Masuda, der stellvertretender Vorsitzende des Unterausschusses des Rates für Steuersysteme ist, sagte: „Die erhöhten öffentlichen Ausgaben während der anfänglichen Krisenbewältigung sind unvermeidlich, aber da wir uns jetzt im dritten Jahr der Pandemie befinden, sollten wir damit beginnen, die Ausgaben in verschiedenen Bereichen zu überprüfen und uns mit der Frage beschäftigen, ob das Geld nur aus Gewohnheit ausgegeben wird.“

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