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Kontaktverfolgung funktioniert nicht

Japans Corona-App hat erneut technische Probleme

Japans Corona-App hat ein technisches Problem nach dem anderen. Erst vor einigen Tagen gab das Gesundheitsministerium bekannt, dass die Kontaktverfolgung über Android seit Monaten nicht funktioniert.

Nun wurde bekannt, dass die Kontaktverfolgung Probleme auch bei iPhones, die mit einer älteren Version von Apples iOS-Betriebssystem laufen, nicht funktioniert.

Wichtige Funktion der Corona-App in Japan funktioniert nicht

Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales untersucht zurzeit Meldungen, dass die Corona-App „Cocoa“ bei einigen Nutzern keine Informationen über den Kontakt mit infizierten Personen gemeldet hat.

Mehr zum Thema:  Japans Premierminister entschuldigt sich für fehlerhafte Corona-App

Als das Ministerium am 3. Februar die Probleme mit Android bekannt gab, hieß es noch, dass die App keine Probleme mit iOS hat.

Daraufhin meldeten sich viele Nutzer und berichteten, dass sie keine Meldungen auf ihren iPhones bekommen, auch die Entwickler wurden von Nutzern angeschrieben. Das Problem wurde daraufhin bei älteren iOS-Versionen bestätigt.

Laut des Ministeriums soll die Kontaktverfolgung unter Android demnächst wieder funktionieren. Unklar ist allerdings, wann die App auch auf iOS wieder korrekt funktionieren wird.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte „Wir werden die Ursache, das Ausmaß des Problems und andere Faktoren begutachten.“

Nachdem der Fehler in der Android-Version der Corona-App gemeldet wurde, brauchte das Ministerium fast vier Monate, um den Fehler zu verifizieren.

Bis spätestens Ende März soll ein Bericht vorliegen und alle Verantwortlichen für die Probleme diszipliniert werden.

Probleme vergrößern Skepsis

Die Probleme mit der App sorgen allerdings dafür, dass die Skepsis gegenüber dem Sinn der Kontaktverfolgung nicht abnimmt.  Die App wurde aktuell nur 9,7 Millionen Mal heruntergeladen.

Zahlreiche Länder haben Contact-Tracking-Apps eingeführt, darunter Australien, Malaysia, Großbritannien, Indien, Deutschland und Italien. In jedem dieser Länder gibt es Widerstand gegen die App.

In Deutschland machen insbesondere Verschwörungstheoretiker wie Attila Hildmann und die Partei AfD Stimmung gegen die Corona-App mit Aussagen, die allerdings nicht belegt werden können.

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