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Auch Tests sollen bald Geld kosten

Japans Regierung prüft die Abschaffung der kostenlosen Coronaimpfung

Das japanische Finanzministerium hat ein Beratungsgremium mit der Prüfung beauftragt, ob die kostenlosen Coronaimpfungen abgeschafft und eine Gebühr, ähnlich wie bei der Grippeimpfung, erhoben werden kann.

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Das Ministerium erklärte diesen Schritt damit, dass die japanische Regierung alle Kosten für den Coronaimpfstoff in einer beispiellosen Aktion übernommen hat und dass dies eines Tages beenden werden muss.

Coronaimpfung nur noch gegen Zuzahlung

Zudem argumentiert das Ministerium, dass die kostenlosen Coronaimpfungen eine enorme finanzielle Belastung darstellt und dass die Menschen daher für zukünftige Impfungen eine Zuzahlung leisten müssen.

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Laut des Ministeriums kostete die Grippeimpfung von 36 Millionen Menschen ab einem Alter von 65 Jahren im Haushaltsjahr 2021 insgesamt 95,2 Milliarden Yen (ca. 650 Millionen Euro). Im Vergleich kosteten die Coronaimpfungen im gleichen Haushaltsjahr 2,34 Billionen Yen (ca. 16 Milliarden Euro).

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Die Kosten stiegen durch die finanzielle Unterstützung für Stadtverwaltungen und Gesundheitsorganisationen, damit so viele Menschen wie nur möglich, in kurzer Zeit eine Impfung erhalten.

Umgerechnet belaufen sich die Kosten für eine Impfung gegen das Coronavirus etwa 10.000 Yen (ca. 68,39 Euro), eine Impfung gegen die Grippe kommt auf 5.000 Yen (ca. 34,19 Euro).

Das Gremium soll nun anhand von Faktoren, wie die Rate der Coronapatienten mit einem schweren Infektionsverlauf prüfen, wann die Sondermaßnahme abgeschafft werden kann.

Keine kostenlosen Coronatests mehr in Japan

Außerdem heißt es vom Ministerium, dass die Coronatests, die von der Regierung kostenlos verteilt werden, demnächst nur noch von privaten Unternehmen angeboten werden sollen.

Zudem sollen Forschungs- und Entwicklungsförderungen der einzelnen Unternehmen, die an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forschen, überprüft werden, da bisher keine Ergebnisse geliefert worden.

Japan hat den größten Schuldenberg aller Industrienationen. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Primärsaldo, also die Steuereinnahmen abzüglich der Ausgaben, mit Ausnahme der Schuldentilgung, bis zum Jahr 2025 auszugleichen.

Allerdings steigen die Ausgaben immer weiter an, da die russische Invasion der Ukraine zu einer Preissteigerung führt und auch die Kosten für die soziale Sicherheit, also Rentenzahlungen und die Kosten des Gesundheitswesens immer weiter ansteigen, was das Ziel, den Primärsaldo bis 2025 auszugleichen, immer unwahrscheinlicher macht.

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