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Auch für behinderte Menschen sind die Systeme eine große Hilfe

KI-Geräte spielen eine wachsende Rolle im Alltagsleben japanischer Rentner

Geräte mit künstlicher Intelligenz und Sprachsteuerung werden in Japan immer mehr zu alltäglichen Begleitern von älteren oder behinderten Menschen in Japan. Die sprachgesteuerte Funktion erweist sich als großer Vorteil für jene, die mit der modernen Technik ein Problem haben und trotzdem eine Verbindung zur Außenwelt herstellen wollen.

Sprachgesteuerte Geräte wie Alexa gehören für viele ältere Japaner mittlerweile zum Alltag. Die KI-Lautsprecher informieren sie über das Wetter oder die Nachrichten des Tages. Alexa zum Beispiel (vom Online-Giganten Amazon hergestellt) ist ein intelligenter Lautsprecher, der auf eine Vielzahl an Sprachbefehlen reagiert. So kann die Box Echtzeitinformationen bereitstellen, oder onlinefähige Haushaltsgeräte steuern.

KI-Geräte mit immer mehr Funktionen

Kiraki Yoshijima Network, eine gemeinnützige Organisation aus Kawanishi (Präfektur Yamagata), stellte im Oktober 2019 einen KI-Lautsprecher mit zusätzlicher Videotelefonie-Funktion auf den Markt. Diese wurde an 20 Senioren aus der Region verteilt, um sie zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben mit ihren Lieben in Kontakt zu bleiben.

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Die Organisation geht davon aus, dass solche virtuelle Assistenten helfen, die Entwicklung von Demenz bei allein lebenden älteren Menschen zu verhindern, denn diese haben nur im begrenztem Umfang Interaktion mit anderen. Durch die Videotelefonie haben die älteren Menschen die Möglichkeit, sich mit ihren Familien auszutauschen und diese kann sich davon überzeugen, dass es ihnen gut geht. Auch der Kontakt zu gleichaltrigen Freunden spielt gerade in der aktuellen Situation eine wichtige Rolle.

Vor allem ältere Menschen auf dem Land wünschen sich solche KI-Geräte, um im Katastrophenfall schnell an neue Nachrichten zu kommen. Auch der digitale Arztbesuch wird in diesen Gegenden immer wichtiger, denn der Weg zum nächsten Landarzt erweist sich zunehmend als Herausforderung.

Japaner sind hilfsbereit vor allem älteren Menschen gegenüber
Ein älterer Japaner bittet um Hilfe Bild: すしぱく

Die Fähigkeiten sollen stetig verbessert werden

Seitens Kiraki Yoshijima plant man vor allem die medizinische Fachbetreuung zu erleichtern, indem Pflegerinnen per Video-Call mit dem Menschen in Kontakt bleiben und so eher eingreifen können, sollte sich der Gesundheitszustand verschlechtern. Auch die Bestellung von Lebensmitteln soll über die KI-Lautsprecher leichter werden.

Während solche Sprach-Tools für ältere Menschen und jene mit körperlichen Beeinträchtigungen eine Hilfe sind, erweist sich die Hürde für Menschen mit Sprachproblemen als erheblich. Eine Schule in Miyazaki versuchte im letzten Jahr durch ein Experiment mit einem 18-jährigen Schüler, der Sprachprobleme hat, seine Befehle so zu übertragen, dass die KI auch ihn verstehen kann und seine Befehle befolgt.

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