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Alternative viel zu weit weg

Krankenhaus in Tokyo wirft 200 werdende Mütter wegen Corona-Patienten raus

In Tokyo wurden 200 werdende Mütter aus einem Krankenhaus geworfen, da sich die Verwaltung entschieden hat, die Einrichtung in ein Covid-19-Behandlungszentrum umzuwandeln.

Die Frauen sollten eigentlich dort entbinden und sind nun gezwungen, eine andere medizinische Einrichtung für die Entbindung zu finden, was in der aktuellen Situation allerdings schwierig ist.

Neues Krankenhaus zu weit entfernt

Zwar wurden den Frauen Alternativen genannt, diese befinden sich allerdings sehr weit von ihren Wohnorten entfernt. Viele der werdenden Mütter befürchten daher, dass sie auf dem Weg dorthin in einem Taxi entbinden müssen.

Mehr zum Thema:  Tokyo erklärt Gesundheitssystem wegen des Coronavirus für stark belastet

Zudem führt der Wechsel zu deutlich Stress für die Frauen, da sie die neuen Krankenpfleger und Ärzte nicht kennen, eine Situation, die nicht unterschätzt werden sollte.

Die Stadtverwaltung von Tokyo hat  zugesagt, die Kosten für die Entbindung zu übernehmen, wenn die werdenden Mütter in eine andere Einrichtung wechseln.

Ärzte sollen werdende Mütter weiter betreuen

Am 14. Januar sagte Tokyos Gouverneurin Yuriko Koike, die Stadtverwaltung wolle unter anderem Überweisungsgebühren für neue Krankenhäuser, Diskrepanzen bei den Gebühren für Schwangere und Taxifahrten zum Krankenhaus schultern. Sie kündigte auch an, dass die Regierung von Tokyo, falls nötig, Ärzte, die für die Versorgung zuständig waren, bitten wird, ihre Patienten weiterhin zu betreuen, allerdings sind viele Ärzte bereits überlastet.

„Wir werden weiterhin volle Unterstützung anbieten, um zu versuchen, die Besorgnis der Menschen während des bedeutenden Moments im Leben der Menschen, der die Geburt ist, zu beseitigen“, sagte Koike. Die Stadtverwaltung wird in Kürze Einzelheiten über die angebotene Hilfe bekannt geben.

Da der Großraum Tokyo wegen der steigenden Zahl von Infizierten unter Druck steht, mehr Krankenhausbetten für COVID-19-Patienten bereitzustellen, entschied die Stadtverwaltung, dass das Krankenhaus Hiroo und zwei weitere Einrichtungen, die von der Tokyo Metropolitan Health and Medical Treatment Corp. verwaltet werden, zu Behandlungszentren für COVID-19-Patienten umgebaut werden sollen. Die drei Krankenhäuser haben bereits einige andere Behandlungen ausgesetzt.

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