Stats

Anzeige
Home News Gesundheit & Wissenschaft Kyoto erlebt trotz steigender Infektionszahlen eine Reisewelle

Anstieg von bis zu 280,4 Prozent

Kyoto erlebt trotz steigender Infektionszahlen eine Reisewelle

Japans Kulturpräfektur Kyoto erlebt trotz der Tatsache, dass sich das Coronavirus im Land wieder ausbreitet, eine Reisewelle.

Am 21. November begann ein verlängertes Wochenende in Japan und viele Menschen entschieden sich dafür, nach Kyoto zu reisen. In Tokyo und auch in anderen Großstädten sah man dafür ein anderes Bild.

Anstieg von bis zu 280,4 Prozent in Kyoto

In Hakone in der Präfektur Kanagawa und in Arashiyama, einer national ausgewiesenen historischen Stätte und einem Ort von landschaftlicher Schönheit in der Präfektur Kyoto, stieg die Zahl der Besucher im Vergleich zum Urlaubsdurchschnitt vor der Pandemie um das Zwei- bzw. Vierfache.

Mehr zum Thema:  Verlängertes Wochenende löst Reisewelle in Japan aus

Die nördlichste Hauptinsel Hokkaido, auf der in den letzten Wochen die Coronavirus-Infektionen sprunghaft angestiegen sind, sowie die großen Bahnhöfe in den Großstädten blieben jedoch von einem massiven Zustrom von Besuchern verschont.

Daten von Agoop Corp. zeigen, dass die Zahl der Besucher in Hakone-Yumoto, einem Tor zum Thermalbad von Hakone, im Laufe einer Stunde ab 15 Uhr am 21. November um 95,6 Prozent stieg, verglichen Urlaubsdurchschnitten zwischen dem 18. Januar und dem 14. Februar.

Der Bezirk Arashiyama, ein bekanntes Touristenziel in Kyoto, verzeichnete einen Anstieg von 280,4 Prozent.

Verglichen mit dem Urlaubsdurchschnitt im November 2019, als die Pandemie noch keine Rolle spielte, verzeichnete Hakone-Yumoto ein Besucherplus von 43,4 Prozent und Arashiyama ein Plus von 11,1 Prozent.

Vor dem verlängerten Wochenende forderte die japanische Ärztekammer die Menschen  auf, nicht auszugehen, da in vielen Teilen des Landes täglich neue Rekordzahlen gemeldet werden.

Die japanische Regierung sagte am 21. November, sie werde ihre „Go To Travel“-Kampagne teilweise überarbeiten, ein Programm, das Reisekosten subventioniert, um die durch die Pandemie schwer angeschlagene Tourismusindustrie zu stützen.

Anderes Bild überall in Japan

Diese Aussage führte zu einer Flut von Stornierungen von Hotelzimmerreservierungen in beliebten Touristengebieten und zu einem geringeren Andrang als gewöhnlich an großen Bahnhöfen in der Nähe von Einkaufs- oder Vergnügungsvierteln.

So meldete beispielsweise das Shibuya Center-Gai, das zentrale Zentrum Tokyos für Jugendkultur im Bezirk Shibuya, einen Besucherrückgang von 29,7 Prozent. Am Bahnhof Motomachi-Chukagai in Yokohama betrug der Rückgang 12,8 Prozent, während der Bahnhof Sakae in Nagoya einen Rückgang von 19,8 Prozent verzeichnete.

Die Station Nanba in Osaka und die Station Tenjin in Fukuoka verzeichneten Rückgänge von 13,9 Prozent bzw. 22,4 Prozent.

Die Station Naha Airport, eine Einschienenbahnstation in der Hauptstadt der Präfektur Okinawa, verzeichnete einen Rückgang von 22,1 Prozent.

In Hokkaido zeichnete sich Anfang November nach einem Anstieg neuer Infektionen ein steiler Rückgang der Touristenzahlen ab.

Die Besucher, die den Bahnhof Sapporo in Sapporo nutzten, gingen um 38,6 Prozent zurück. Die Zahlen für die Station Susukino in Sapporo und die Station New Chitose Airport in Chitose betrugen 50,7 Prozent bzw. 51,6 Prozent.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren