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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftLieferengpässe bescheren Japans Booster-Impfung Probleme

Weltweite Impfstoffnachfrage macht Japan Probleme

Lieferengpässe bescheren Japans Booster-Impfung Probleme

Japan will Omikron insbesondere mit der Booster-Impfung bekämpfen, doch Lieferengpässe beim Impfstoff bringen die Pläne durcheinander.

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Die Regierung kündigte erst vor wenigen Tagen an, dass der Zeitraum für die Auffrischungsimpfung von bisher acht Monate auf sechs reduziert werden soll. Mittlerweile rudert man allerdings zurück.

Booster-Impfung bereits nach sechs Monaten

Das Gesundheitsministerium hatte ursprünglich erklärt, dass die Booster-Impfung grundsätzlich erst dann verabreicht werden sollten, wenn seit der zweiten Impfung mindestens acht Monate vergangen sind. Das Ministerium fügte jedoch hinzu, dass dieser Zeitraum für Patienten, die stationär behandelt werden und das Personal von medizinischen Einrichtungen, die von Cluster-Infektionen betroffen sind, auf sechs Monate verkürzt werden kann.

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Damit die Auffrischungsimpfung für alle beschleunigt werden können, müssen allerdings noch einige Voraussetzungen erfüllt werden.

Aktuell lagern in Japan noch 38 Millionen Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech und Moderna. Die Menge reicht gerade einmal für alle Auffrischungsimpfungen für die Mitarbeiter des Gesundheitswesens, und für ältere Menschen, die zu der Gruppe der voranging zu Impfenden gehören.

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Um alle Einwohner Japans innerhalb von sechs Monaten zu boostern, müssen bis zu 18 Millionen Dosen des Impfstoffs im Dezember und 23 Millionen Dosen im Januar verteilt werden.

Die Gemeinden in Japan haben bisher aber nur 4 Millionen Dosen erhalten.

Weltweite Impfstoffnachfrage könnte Japan Probleme bereiten

Die Regierung plant bis Ende Dezember weitere 12 Millionen Dosen und Ende Januar 17 Millionen Dosen zu versenden, insgesamt werden allerdings 41 Millionen Dosen benötigt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums erwartet die Regierung von Januar bis Juni eine monatliche Lieferung von 22,5 Millionen Dosen von Pfizer/Biontech und Moderna gemäß deren Verträgen mit Japan und verhandelt aktuell, um die Lieferungen früher zu erhalten.

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Da die Nachfrage nach Impfstoffdosen weltweit ansteigt, wird allerdings bezweifelt, dass die Unternehmen der Bitte Japans nachkommen können.

Mittlerweile hat die japanische Regierung für die Booster-Impfung auch den Impfstoff von Moderna vorgesehen. Allerdings befürchten Gesundheitsexperten, dass viele Menschen lieber Biontech bekommen möchten, da 80 Prozent der Japaner bereits mit zwei Dosen dieses Impfstoffs geimpft wurden.

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