Anzeige
HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftMangel an Spritzen bringt Japans Impfplan durcheinander

5 statt 6 Dosen aus jeder Ampulle

Mangel an Spritzen bringt Japans Impfplan durcheinander

Japans Impfplan gerät schon wieder durcheinander, denn laut des japanischen Gesundheitsministers werden weniger Menschen mit dem Covid-19-Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft werden können, da es an speziellen Spritzen mangelt.

Anzeige

Das Land hat sich Dosen für 72 Millionen Menschen des Herstellers gesichert und ging eigentlich davon aus, dass jede Ampulle für sechs Menschen ausreicht. Ohne Spritzen mit einem geringen Totraum reicht eine Ampulle allerdings nur für fünf Dosen, also nur für 60 Millionen Menschen.

5 statt 6 Dosen bringt Impfplan durcheinander

Gesundheitsminister Norihisa Tamura sagte zu diesem Problem „Die in Japan verwendeten Spritzen können nur fünf Dosen aufziehen. Wir werden alle Spritzen verwenden, die wir haben, und die sechs Dosen ziehen können, aber das wird natürlich nicht ausreichen, wenn mehr Spritzen verabreicht werden.“

LESEN SIE AUCH:  Japan muss noch viele Probleme vor der Einführung der Covid-19-Impfungen lösen

Japans oberste Regierungssprecher Katsunobu Kato sagte am Montag, dass die sechste Dosis in der Regel weggeworfen wird, wenn sie nicht extrahiert werden kann.

Anzeige

Yoshinori Oguchi, Mitglied Regierungspartei Komeito, kritisierte, dass die japanische Regierung nicht davon ausgegangen ist, dass jede Ampulle nur fünf Dosen liefern könne und man versäumt hat, genügend Impfstoff für 72 Millionen Menschen zu sichern.

Japan will ab dem 17. Februar impfen

Die Regierung plant nun, die Hersteller von Spritzen zu bitten, die Produktion dieser „Spezialspritzen“ zu erhöhen und mit Pfizer/Biontech zu sprechen, um mehr Ampullen zu erhalten.

Die Impfungen sollten laut der japanischen Regierung am 17. Februar beginnen, da der Impfstoff von Pfizer/Biontech am 15. Februar zugelassen werden soll. AstraZeneca hat mittlerweile ebenfalls die Zulassung für seinen Covid-19-Impfstoff in Japan beantragt.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters im Dezember berichtete, bemühen sich auch die USA und die EU darum, genügend Spritzen zu sichern, um mehr Menschen mit dem Pfizer/Biontech Impfstoff impfen zu können.

Anzeige
Anzeige