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HomeNewsGesundheit & WissenschaftMehrsprachiger medizinischer Onlinedienst soll in Japan Ausländern helfen

Mehrsprachiger Dienst soll bei der medizinischen Versorgung helfen

Mehrsprachiger medizinischer Onlinedienst soll in Japan Ausländern helfen

Das Unternehmen Joes Corp. bietet mit seinem Online-Home-Doctor-Service einen Onlinedienst, der Ausländern in Japan medizinische Hilfe bieten soll, auch wenn sie kein Japanisch sprechen.

Der Dienst ist seit Januar in Englisch, Chinesisch, Vietnamesisch und Japanisch nutzbar und richtet sich besonders an Angestellte und ausländische Praktikanten, die im Rahmen des Programms für technische Praktika nach Japan gekommen sind.

Onlinedienst berät und stellt Rezepte aus

Der Onlinedienst bietet Beratung über die Videokonferenzanwendung Zoom und deckt die Bereiche Innere Medizin, Atemwegsmedizin, HNO-Heilkunde, Pädiatrie und Dermatologie ab. Insgesamt stehen 10 Ärzte zur Verfügung.

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Die Untersuchung wird online durchgeführt und kann per Kreditkarte bezahlt werden. Nötige Medikamente werden direkt nach Hause geliefert.

Eine Konsultation bis zu 10 Minuten ist derzeit kostenlos, bis zu 15 Minuten, inklusive eines Rezepts, kostet 1.000 Yen. Die Kosten für ein Medikament und dessen Lieferung müssen extra bezahlt werden. Laut Daten der Immigration Services Agency leben zurzeit mehr als 2,95 Millionen Ausländer in Japan. Viele zögern aufgrund der Sprachbarriere und der damit verbundenen Kosten einen Arzt aufzusuchen.

Telemedizin soll in Japan ein reguläres Angebot werden

In Japan wurde die Telemedizin 1997 für Patienten auf abgelegenen Inseln und in ländlichen Gebieten zugelassen. Im Jahr 2018 wurde sie landesweit verfügbar, war aber auf Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen beschränkt, die bereits Rezepte für Medikamente erhalten hatten.

Als vorübergehenden Schritt zur Bewältigung der Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen erlaubte die Regierung im April letzten Jahres telemedizinische Dienste für neue Patienten und erwägt, diese Dienste regulär in ganz Japan zu erlauben. Neben der Telemedizin gibt es seit vergangenem Jahr auch Apotheker in Japan, die online beraten.

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