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Zum Schutz älterer und kranker Menschen

Menschen in Japan sollen zu Hause Masken tragen

Immer mehr Politiker in Japan fordern die Menschen auf, dass sie zu Hause Masken tragen, da sich die Coronavirus-Infektionen im Land immer weiter ausbreiten.

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Die Gouverneurin von Tokyo, Yuriko Koike, und ihre Amtskollegen in drei benachbarten Präfekturen haben eine gemeinsame Erklärung verfasst, in der sie ältere Menschen und Menschen mit gesundheitlichen Problemen – und diejenigen, die mit ihnen leben – auffordern, während der Neujahrsferien zu Hause Masken zu tragen. Einige andere Präfekturen, darunter Fukushima und Niigata, haben eine ähnliche Aufforderung ausgesprochen.

Aufforderung, Masken zu Hause zu tragen, als einziges Mittel

Seit Ende Oktober erlebt Japan eine neue Welle von Infektionen, die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tokyo ist mittlerweile auf ein Rekordniveau geklettert.

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Die Behörden sind nicht in der Lage, strenge Abriegelungen durchzusetzen und haben Schwierigkeiten, die Menschen davon zu überzeugen, zu Hause zu bleiben, weshalb sie dazu raten, zu Hause Masken zu tragen, um zu verhindern, dass sie gefährdete Familienmitglieder anstecken.

In den weltweiten Medien wurde Japan gelobt, ohne harte soziale Maßnahmen die Pandemie zu kontrollieren, während zum Beispiel die Maskenpflicht in vielen anderen Ländern von einigen Gruppen kritisiert wird. Allerdings hat sich die Lage im Land mittlerweile drastisch verschärft.

Vom Musterschüler zum Problemkind

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Es gibt zum Beispiel Anzeichen dafür, dass die Menschenmassen in die großen Stadtviertel zurückkehren. In Tokyos Einkaufsviertel Ginza waren zwar am vergangenen Wochenende 19 Prozent weniger Menschen unterwegs, als im Durchschnitt, allerdings sind das 3 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche, berichtete der Fernsehsender FNN unter Berufung auf Daten des Mobilfunkanbieters NTT Docomo Inc.

Koike forderte am Montag die Einwohner Tokyos auf, während des Neujahrsfestes zu Hause zu bleiben, eine Zeit, in der Familien normalerweise zusammenkommen und Schreine besuchen. Die Weihnachtsbeleuchtung wird jede Nacht früher abgeschaltet, um die Menschen davon abzuhalten, sich auf den Straßen aufzuhalten.

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