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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftMenschen in Tokyo ignorieren Corona-Maßnahmen

Regierung kann kein Gefühl für die Krise vermitteln

Menschen in Tokyo ignorieren Corona-Maßnahmen

Die Menschen in Japans Hauptstadt Tokyo ignorieren zunehmend die Corona-Maßnahmen und die Warnungen der japanischen Regierung, was insbesondere an den Olympischen Spielen liegt.

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Zwar hat die Zahl der Fußgänger beispielsweise in der Hauptstadt mittlerweile leicht abgenommen, aber eben nur so leicht, dass es letztendlich nicht hilft, die Zahl der Infektionen einzudämmen.

Delta-Variante für immer mehr Neuinfektionen in Japan verantwortlich

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat am Donnerstag die 3.500 überschritten, was laut Gesundheitsexperten auf die Delta-Variante des Coronavirus zurückzuführen sei, die mittlerweile 75 Prozent der Infektionen in Tokyo ausmacht.

Auch in anderen Teilen des Landes ist die Delta-Variante für immer mehr Infektionen verantwortlich.

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Das Problem dabei ist, dass die japanische Regierung es nicht schafft, das Bewusstsein einer Krise den Menschen zu vermitteln, was angesichts der Tatsache, dass die Olympischen Spiele trotz großer Kritik aus der Bevölkerung veranstaltet werden, niemanden wundern dürfte.

Das Tokyo Metropolitan Institue of Medical Science verglich den Rückgang der Fußgänger zwischen dem dritten und vierten Ausnahmezustand in Tokyo.

Corona-Maßnahmen werden ignoriert

Laut den Daten ging die Zahl der Fußgänger direkt am 1. Tag des Ausnahmezustands in den Vergnügungsvierteln innerhalb von zwei Wochen tagsüber um 36 Prozent zurück, nachts um 48,2 Prozent.

Im vierten Ausnahmezustand sank die Zahl der Fußgänger innerhalb von zwei Wochen in den gleichen Gebieten tagsüber nur um 13,7 Prozent und nachts um 18,9 Prozent.

Außerdem kommen immer mehr Bars und Restaurants der Aufforderung nicht nach, keinen Alkohol auszuschenken und früher zu schließen.

Auch andere Corona-Maßnahmen werden von den Menschen ignoriert, wie unter anderem eine Gesichtsmaske zu tragen.

Gesundheitssystem wird erneut zusammenbrechen

Laut Shigeru Omi, Leiter des Regierungsgremiums von Gesundheitsexperten sei die Zahl der Fußgänger zwar rückläufig, aber nicht so sehr, dass es reichen, um die Zahl der Neuinfektionen unter Kontrolle zu bekommen.

Er warnte zudem auch davor, dass das Gesundheitssystem in Tokyo erneut unter starkem Druck stünde und die Gefahr bestehen würde, dass es erneut zusammenbrechen könnte.

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