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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftNeuinfektionen steigen in Tokyo auf über 1.000

Gesundheitsexperten sehen Beginn einer sechsten Infektionswelle

Neuinfektionen steigen in Tokyo auf über 1.000

Japan erlebt seit einer Woche einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus, nun meldete auch Tokyo wieder mehr als 1.000 Infektionen an einem Tag.

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Die Stadtverwaltung teilte am Samstag mit, dass sich die Zahl der Infektionen innerhalb von einer Woche um das 15-fache erhöht haben. Für Gesundheitsexperten ein deutliches Anzeichen dafür, dass Japan in eine sechste Infektionswelle eintritt, da sich die Omikron-Variante immer schneller ausbreitet und gehen davon aus, dass die Neujahrsreisewelle ein Grund für die Ausbreitung ist.

Zahl der Neuinfektionen in Tokyo wieder auf den Stand von September

Am Freitag meldete 922 Neuinfektionen, vor einer Woche waren es noch 79. In Tokyo wurden zuletzt im September vergangenen Jahres mehr als 1.000 Infektionen pro Tag gemeldet. Japans Hauptstadt hat am Freitag beschlossen, Notfallmaßnahmen einzuführen.

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Landesweit stieg die Zahl der Infektionen auf über 8.000, ebenfalls der höchste Stand seit September 2021.

In Okinawa ist die Zahl mittlerweile auf 1.759 gestiegen und erreichte erneut einen Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Auch die Präfektur Hiroshima meldete mit 547 einen neuen Tagesrekord.

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Okinawa, Hiroshima und die Präfektur Yamaguchi werden ab Sonntag unter dem „Quasi-Ausnahmezustand“ gestellt, Restaurants müssen dann wieder früher schließen und es darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden.

Gouverneure machen US-Militär für die schnelle Ausbreitung verantwortlich

Die Gouverneure der drei Präfekturen machen die laxen Coronamaßnahmen der dortigen US-Militärbasen für die schnelle Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich. Die japanische Regierung hat das US-Militär bereits aufgefordert, Ausgangssperren für die Stützpunkte einzuführen.

Die Stimmung der Menschen gegenüber der US-Armee in Japan wird daher immer schlechter.

Laut der US-Streitkräfte in Okinawa wurden am Samstag 302 Soldaten positiv auf das Coronavirus getestet. Insgesamt sind mittlerweile 4.538 Infektionen auf den US-Stützpunkten in Japan gemeldet worden.

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