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Wegen steigender Infektionszahlen

Osaka, Kyoto und Hyogo wollen den Ausnahmezustand

Nachdem Tokyo und drei weitere Präfekturen unter den Ausnahmezustand gestellt wurden, haben Osaka, Kyoto und Hyogo nun beschlossen, bei der Regierung zu beantragen, dass die Maßnahme für die drei Regionen ebenfalls ausgerufen werden soll.

„Wenn wir die Regierung nicht bitten, die Maßnahmen gegen die Infektion eine Stufe höher zu setzen, wird das Gesundheitssystem zusammenbrechen“, sagte Osakas Gouverneur Yoshimura Nishimura. Osaka bestätigte 655 neue Infektionen und damit den dritten Tag in Folge, an dem ein neuer Tagesrekord gemeldet wird.

Gesundheitsexperten fordern Ausdehnung des Ausnahmezustands

Für Tokyo, Chiba, Kangawa und Saitama, die jeden Tag einen neuen Höchststand an Neuinfizierten und Verstorbenen melden, wurde der Ausnahmezustand bereits ausgerufen.

Mehr zum Thema:  Tokyos Gesundheitssystem steht kurz vor dem Kollaps

Da Japans Großstädte allgemein steigende Infektionszahlen melden, fordern immer mehr Gesundheitsexperten, dass der Ausnahmezustand über die vier Präfekturen ausgeweitet werden sollte, um das Coronavirus wieder in den Griff zu bekommen.

Der Gouverneur von Aichi sagte am Freitag auf einer Pressekonferenz, dass er im Moment abwägt, die japanische Regierung darum zu bitten, dass seine Präfektur ebenfalls unter den Ausnahmezustand gestellt wird. Aichi verzeichnet ebenfalls seit Tagen steigende Infektionszahlen.

Kritik am Fokus auf die Wirtschaft

Der Ausnahmezustand steht allerdings unter Kritik, da nicht nur viele Stimmen aus der Bevölkerung befürchten, dass die Maßnahme zu lasch ist, auch Gesundheitsexperten bemängeln, dass Japans Regierung wieder zu stark auf die Wirtschaft achtet.

In Tokyo und den drei anderen Präfekturen werden die Menschen gebeten, nach 20 Uhr nur noch für Notfälle das Haus zu verlassen. Geschäfte, Restaurants und Bars sollen ebenfalls um die Uhrzeit schließen. Die Regierung zahlt bis zu 60.000 Yen pro Tag, wenn Unternehmen der Aufforderung nachkommen, hat aber auch angekündigt, die Namen der Unternehmen, die nicht kooperieren, öffentlich bekannt zu geben.

Tagsüber ist allerdings ein normaler Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen möglich, auch die Schulen bleiben offen. Zwar forderte die japanische Regierung die Menschen auf, im Homeoffice zu arbeiten, um den Pendlerverkehr um 70 Prozent zu reduzieren, allerdings scheint dies am ersten Tag des Ausnahmezustands noch nicht zu funktionieren.

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