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Sorge um das Gesundheitssystem

Präsident der japanischen Ärztekammer hält landesweiten Ausnahmezustand für notwenig

Japan hat für 11 Präfekturen den Ausnahmezustand ausgerufen, das reicht laut des Präsidenten der japanischen Ärztekammer allerdings nicht aus, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Toshio Nakagawa sagte während einer Pressekonferenz, dass das Gesundheitssystem des Landes zunehmend überfordert ist und immer mehr Krankenhäuser gezwungen sind, Patienten ohne Covid-19 abzuweisen oder die sogenannte Triage anzuwenden. Er äußerte seine Sorge, dass das Gesundheitssystem zusammenbrechen wird, wenn die Infektionen weiter ansteigen.

Ärztekammer fordert zum schnellen Handeln auf

„Abhängig von der Situation in der nahen Zukunft ist die Ausrufung des Ausnahmezustands für das ganze Land eine Option. Ich würde mir wünschen, dass die Regierung schnell handelt“, so Nakagawa.

Mehr zum Thema:  Menschen in Japan sollen auch tagsüber nicht aus dem Haus gehen

Die Gesamtzahl aller Infektionen hat sich in Japan innerhalb von 3 Wochen um 100.000 erhöht. Am 29. Oktober wurde die 100.000er-Marke überschritten und am 21. Dezember, also nur zwei Monate später, wurde die 200.000er-Marke erreicht.

Am Mittwoch wurden landesweit 5.868 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Die mutierte Variante des Coronavirus, die in Großbritannien und Südafrika gefunden wurde, wurde ebenfalls bei Patienten im Land gefunden. Außerdem wurde eine neue Mutation bei vier Reisenden aus Brasilien entdeckt.

Warnung vor einer noch schnelleren Ausbreitung des Coronavirus

Gesundheitsexperten warnen daher von einem noch schnelleren Anstieg der Infektionen und fordern die japanische Regierung zum handeln auf.

Die Zahl der durch das Coronavirus verursachten Todesfälle hat seit dem 9. Januar landesweit die Marke von 4.000 überschritten, am Mittwoch ein Rekord von 97 Todesfällen gemeldet.

Die Zahl der Menschen, die an schweren Symptomen litten, erreichte ebenfalls einen Rekord von 900, 19 mehr als am Vortag.

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