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Gründe laut Ministerium gleich belieben

Selbstmord bei Jugendlichen erreichte 2020 in Japan einen traurigen Rekord

Die Zahl der Jugendlichen, die in Japan Selbstmord begangen haben, ist 2020 auf das traurige Rekordhoch von 479 geklettert.

Laut Daten des Bildungsministeriums ist das sie höchste Anzahl an Suiziden unter Jugendlichen, seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1980.

Deutlich mehr Selbstmord bei Jugendlichen als im Vorjahr

Insgesamt begannen 140 Jugendliche mehr Selbstmord als im Vorjahr, allein im August wurden 64 Suizide gemeldet.

Wie aus den Daten hervorgeht, wurden 138 Selbstmorde von weiblichen Oberschülern gemeldet, ein Anstieg um 71, bei den männlichen Oberschülern stieg die Zahl um 21 auf 191. Bei den Mittelschülern gab es 136 Selbstmorde und bei den Grundschülern 14.

Mehr zum Thema:  Selbstmordrate in Japan nach 11 Jahren wieder gestiegen

2020 beantragte die japanische Regierung eine landesweite Schulschließung ab März aufgrund der Coronavirus-Pandemie und ein anschließender Ausnahmezustand bedeutete, dass viele Schulen bis Mai oder Juni geschlossen blieben, aber ob die Aussetzung des Unterrichts mit dem Anstieg der Selbstmorde zusammenhing, ist nicht klar.

Das Ministerium sagte, dass die Hauptgründe für den Selbstmord von Jugendlichen mehr oder weniger die gleichen blieben, einschließlich schlechter akademischer Leistungen und Unsicherheit über die Zukunft.

Tablets sollen Kinder überwachen

Das Bildungsministerium hofft, dass der Einsatz von Tablet, die es an jeden Grund- und Mittelschüler verteilen will, bei der Überwachung der psychischen Gesundheit der Kinder helfen wird.

„Die Tablets können verwendet werden, um Veränderungen bei den Schülern zu überwachen, wenn sie längere Zeit zu Hause verbringen und auch, um Umfragen durchzuführen und ihr Stressniveau zu überprüfen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. „Sie werden eine große Rolle bei der Verhinderung von Selbstmorden spielen.“

Das Ministerium betreibt mittlerweile eine gebührenfreie Suizid-Hotline für Jugendliche und bereitet aufgrund der wachsenden Zahl von Kindern mit Smartphones eine Social-Media-Unterstützungsplattform vor.

Anmerkung der Redaktion: Sollten Sie Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (https://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen helfen konnten, einen Ausweg aus einer problematischen Situation zu finden.

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