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Immer mehr Infektionen

Seuchenexperten warnen vor der Ausbreitung von Mutationen des Coronavirus in Japan

Nachdem eine Reihe von Mutationen des Coronavirus in Japan gemeldet wurden, mahnen Gesundheitsexperten zur Vorsicht gegenüber den Varianten, von denen einige infektiöser sind, als das Ursprungsvirus.

Neben bereits bekannten Varianten des Virus wurde im Dezember in Japan auch ein Stamm des Coronavirus gemeldet, dessen Herkunft unbekannt ist. Die Regierung hatte ein privates Unternehmen mit der Analyse des Genom des Stammes betraut.

Immer mehr Infektionen mit mutierte Virusvarianten

Durch die Ausbreitung der Mutationen gehen Seuchenexperten mittlerweile davon aus, dass Japan nicht in der Lage sein wird, die Ausbreitung zu verhindern.

Gesundheitsminister Norihisa Tamura sagte am 19. Februar auf einer Pressekonferenz: „Wir sehen, dass die Anzahl der Screening-Gebiete im Land zunimmt, sodass wir uns allmählich ein Bild von der tatsächlichen Situation machen können.“

Mehr zum Thema:  Ärzteverband warnt vor einem weiteren Anstieg der Corona-Patienten in japanischen Krankenhäusern

Rund 60 Gesundheitsinstitute in Präfekturen wie Saitama, Shizuoka und Niigata verwenden Polymerase-Kettenreaktionstests (PCR), die die Mutationen des Coronavirus aus Großbritannien und Südafrika leichter nachweisen können.

Zwischen 5 und 10 Prozent der positiven Tests werden als potenzielle mutierte Stämme gescreent. Proben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Mutationen enthalten, werden an das nationale Institut für Infektionskrankheiten geschickt, um sie genetisch zu analysieren.

Bis zum 19. Februar hatten sich 173 Menschen in Japan mit Mutationen des Coronavirus infiziert. Ohne die Infektionen, die in der Flughafenquarantäne gefunden wurden, liegt die Zahl bei 130.

Es hat sich jedoch herausgestellt, dass ein anderer Stamm, der in der Lage ist, die körpereigene Immunabwehr zu schwächen, sich in Japan bereits ausgebreitet hatte, bevor die japanische Regierung ihr Überwachungssystem optimierte.

Das Institut für Infektionskrankheiten gab bekannt, dass diese Variante, die sich von den drei mutierten Stämmen aus Großbritannien und anderen Ländern unterscheidet, in einer Probe gefunden wurde, die Anfang Dezember 2020 gesammelt wurde.

Japan wird Ausbreitung einer Mutation des Coronavirus nicht verhindern können

Obwohl die Mutation sich vom britischen Stamm insofern unterscheidet, als dass sie nicht als infektiöser gilt, schwächt sie die Immunantwort des Köpfers.

Der Erreger scheint aus dem Ausland nach Japan eingeschleppt worden zu sein, aber das Ursprungsland der Mutation ist unbekannt. Bis zum 2. Februar wurden 91 Infektionen dieses Stammes in der ostjapanischen Kanto-Region bestätigt, und zwei wurden in der Flughafenquarantäne gefunden.

Ein Experte eines Expertengremiums, das das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales bei der Prävention von Infektionskrankheiten berät, kommentierte: „Es wurde darauf hingewiesen, dass Mutationen Kinder leichter infizieren können. Wir werden nicht verhindern können, dass sich neue Varianten des Coronavirus ausbreiten. In Zukunft ist es auch möglich, dass das Virus, das sich in diesem Land ausbreitet, durch eine mutierte Variante ersetzt wird.“

Der Experte fügte hinzu: „Wir müssen die neu gefundene Variante ausreichend beachten, sie könnte die Immunantwort schwächen.“

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