Stats

Anzeige
Home News Gesundheit & Wissenschaft Stadt in Aichi verhilft ausgemusterten Assistenzhunden zu einer zweiten Chance

Viele Tiere schaffen die schwere Ausbildung nicht

Stadt in Aichi verhilft ausgemusterten Assistenzhunden zu einer zweiten Chance

Die Stadt Nagakute in der Präfektur Aichi beteiligt sich am japanischen „Furusato Nozei“-System, in dem Menschen Geld für ihre Heimatregion spenden können. Die Stadt will einen Teil dieses Geldes dafür verwenden, um Hunden, die es nicht zum Assistenzhund schaffen, ein zweites Leben zu ermöglichen.

Gemäß Angaben der Japan Service Dog Association gibt es aktuell keine öffentliche Unterstützung für diese Tiere. Trotzdem bemerkt die Stadt, dass es weiterhin Menschen gibt, die auf die Hilfe solcher Hunde, selbst wenn sie nicht fertig ausgebildet sind, angewiesen sind. Deswegen bittet die Stadt in Aichi um weitere Spenden für die Hunde.

Ausbildung mit einigen Tücken

Assistenzhunde unterstützen Menschen mit Behinderungen, die zum Beispiel im Rollstuhl sitzen, und helfen ihnen, Türen zu öffnen oder unterstützen sie beim Anziehen. Nach Angaben der Japan Service Dog Association dauert die Ausbildung zum Assistenzhund 18 Monate.

Mehr zum Thema:  Pandemie verschärft in Japan die Herausforderungen für Menschen mit Behinderung

Etwa 30 Kandidaten treten pro Jahr in ein Ausbildungsprogramm ein. Allerdings müssen 70 bis 80 Prozent die Ausbildung vorzeitig abbrechen, weil sie sich als ungeeignet erweisen. Während der Ausbildung erhalten die Ausbildungsstätten finanzielle Unterstützung von den Kommunen, um für Futter und Impfungen zu sorgen.

Werden die Tiere aber als untauglich eingestuft, wird diese Unterstützung jedoch eingestellt. Diese Tiere verbleiben aber in der Regel in den Ausbildungszentren, wo rund 200.000 bis 300.000 Yen (1.570 bis 2.360 Euro) benötigt werden, um die Tiere weiterhin zu versorgen, so die Rechnung des Vereins.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Aichi spendet für zweite Chance

Nagakute ist eine der wenigen japanischen Gemeinden, die eine Ausbildungsstätte für Assistenzhunde in seinem Einzugsgebiet beherbergt. 2018 begann der Region einen Teil seiner Furusato Nozei-Spenden dafür einzusetzen, um die Impfgebühren für ausgeschiedene Hunde zu finanzieren. Bis Ende 2020 wurden allein dafür etwa 8,7 Millionen Yen (68.700 Euro) bereitgestellt.

Einige der Hunde, die die Ausbildung nicht geschafft haben, werden für Tier-unterstützende Therapien für Kinder verwendet, die lange im Krankenhaus lagen. Die Tiere sind zwar für den Einsatz im Alltag nicht geeignet, können aber für solche Projekte sehr hilfreich sein, deswegen sei es falsch, sie generell als Verlierer abzustempeln. Man sucht weiterhin in Aichi neue Einsatzgebiete für die Tiere, um ihnen so eine zweite Chance zu gewähren.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren