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Viele Präfekturen melden steigende Zahlen

Tokyo meldet höchste Zahl an Neuinfektionen seit über 2 Monaten

Japans Hauptstadt Tokyo meldete am Samstag mit 759 Neuinfektionen die höchste Zahl seit Ende Januar.

Am 30. Januar, als der Ausnahmezustand über die Hauptstadt verhängt wurde, wurden 770 Neuinfektionen gemeldet.

Steigende Infektionszahlen in Tokyo trotz Corona-Maßnahmen

Neben Tokyo meldeten auch Hyogo (541), Okinawa (167) und Tokushima (44) jeweils Rekordzahlen. In der Präfektur Osaka wurden am Samstag 1.161 Infektionen gemeldet und damit den fünften Tag in Folge über 1.000. Die Präfektur Kanagawa, die neben Tokyo liegt, meldete 247 Infektionen und damit die höchste Zahl an Neuinfektionen, seitdem der Ausnahmezustand im März aufgehoben wurde.

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Japans Hauptstadt hat am Montag seine Corona-Maßnahmen verschärft, nachdem die japanische Regierung den „Quasi-Ausnahmezustand“ für das Gebiet ausgerufen hatte. Restaurants und Bars müssen daher wieder um 20 Uhr schließen, die Teilnehmerzahl bei Großveranstaltungen ist auf 5.000 begrenzt und die Menschen sollen von unnötigen Reisen absehen. Die Maßnahmen werden bis zum 11. Mai aufrecht gehalten.

Der „Quasi-Ausnahmezustand“ ermöglicht Präfekturen, anders als im richtigen Ausnahmezustand, Corona-Maßnahmen nur auf bestimmte Gebiete zu beschränken und diese dort rechtlich durchzusetzen. Die Maßnahme gilt bisher für die Präfekturen Kyoto, Okinawa – wo sie bis zum 5. Mai andauern werden – und Osaka, Hyogo und Miyagi.

Corona-Maßnahmen werden in Japan ausgeweitet

Am Freitag hat die japanische Regierung beschlossen, diese Maßnahmen auf vier weitere Präfekturen auszuweiten, da die Infektionszahlen dort ebenfalls zunehmen. Gesundheitsexperten warnen mittlerweile davor, dass das Land in eine vierte Welle eingetreten ist und raten dazu, strengere Maßnahmen zu ergreifen. Die Präfektur Osaka kündigte bereits eine weitere Verschärfung an und untersagte Universitäten den Präsenzunterricht.

Die Hoffnung liegt insbesondere auf der Impfkampagne der japanischen Regierung, die allerdings einige Probleme bewältigen muss und nicht richtig in Fahrt kommt. Bisher sind ca. 0,5 Prozent der Bevölkerung geimpft, das Impfen der Menschen über 65-Jahre startete vergangene Woche, allerdings fehlen insbesondere Krankenschwestern, die das Impfen übernehmen.

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