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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftTokyo meldet über 12.000 Neuinfektionen

Weitere Präfekturen werden unter "Quasi-Notstand" gestellt

Tokyo meldet über 12.000 Neuinfektionen

Die sechste Infektionswelle hat Japan weiter im Griff und sorgt für immer mehr Neuinfektionen. Allein Tokyo meldete 12.813 Infektionen und damit etwa 2,4-mal so viele wie vor einer Woche. Der Tagesdurchschnitt stieg damit auf 9.675.

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Der Tagesdurchschnitt der PCR-Tests, die seit dem 24. Januar in der Hauptstadt durchgeführt wurden, liegt aktuell bei 20.204. Die Zahl der Menschen in den Krankenhäusern, die ein Beatmungsgerät oder ECMO benötigen, stieg auf 14. Diese Zahl wäre jedoch viel höher, wenn man die Patienten auf den Intensivstationen entsprechend der Definition der japanischen Regierung für schwere Infektionsverläufe mit einbeziehen würden.

Viele Präfekturen melden neuen Höchststand bei den Neuinfektionen

Die Auslastung der Krankenhausbetten in Tokyo liegt mittlerweile bei 39,8. Ab 50 Prozent kündigte die Stadtverwaltung an, den Notstand bei der japanischen Regierung zu beantragen.

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Die Präfektur Osaka verzeichnete am Dienstag mit 8.612 Neuinfektionen ebenfalls einen neuen Höchststand. Osaka meldete zudem zehn neue Todesfälle. In Kyoto wurden 1.622 Infektionen gemeldet, was ebenfalls einen neuen Höchstwert darstellt.

In der Region Kyushu meldete die Präfektur Kumamoto und Fukuoka jeweils einen neuen Tagesrekord an Infektionen.

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Im Norden Japans meldete Hokkaido mit 1.536 Infektionen erneut über 1.000. Landesweit wurden am Dienstag ca. 60.000 Neuinfektionen gemeldet.

Weitere Präfekturen unter „Quasi-Notstand“

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die japanische Regierung bereits einige Präfekturen unter den „Quasi-Notstand“ gestellt und kündigte am Montag an, dass 18 weitere dazu kommen werden.

Die Maßnahme soll bis zum 20. Februar in Kraft bleiben, um das Gesundheitssystem entlasten, das mittlerweile mit immer mehr Patienten und fehlenden Mitarbeitern zu kämpfen hat.

Diese Maßnahme berechtigt die Präfektur-Gouverneure, Bars und Restaurants aufzufordern, früher zu schließen und den Alkoholausschank ganz oder teilweise einzustellen.

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Die japanische Regierung kündigte an, dass man über neue Antrage schnell entscheiden will, aber die Einschränkungen für die Bevölkerung genau prüfen wird.

Gesundheitsexperten raten dazu, dass gesellschaftliche Zusammenkünfte eingeschränkt werden sollten. Auch der japanische Premierminister sagte bereits, dass es notwendig sein könnte, weitere Einschnitte für die Menschen zu ergreifen.

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