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Home News Gesundheit & Wissenschaft Viele Eltern sind in Japan psychischen Gesundheitsrisiken ausgesetzt

Reform des Arbeitsstils ist dringend notwenig

Viele Eltern sind in Japan psychischen Gesundheitsrisiken ausgesetzt

Laut einer Untersuchung des National Center for Child Health and Development sind in Japan Eltern in ca. 30.000 Haushalten dem Risiko von Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen ausgesetzt.

Das Team, das hinter der Studie steht, sagt, es sei besorgt darüber, dass sich die Bedingungen für die Kinderbetreuung in Japan verschlechtern, und betont: „Neben der Unterstützung der Mutter und der Kinderbetreuung ist es wichtig, ein Gesundheitsmanagementsystem für die Väter zu entwickeln.“

Lange Arbeitszeiten und sozialer Druck machen Eltern zu schaffen

Aus einer umfassenden Erhebung über die Lebensbedingungen 2016 des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt extrahierte das Team Daten von 3.514 Haushalten und analysierte die Antworten auf Fragen zu Depressionen und Fragen der psychischen Gesundheit.

Das Team fand heraus, dass in 3,4 Prozent der untersuchten Haushalte oder 118 Haushalte sowohl Mütter als auch Väter gleichzeitig mit Problemen der psychischen Gesundheit konfrontiert sind.

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Durch Extrapolation der Rate, um die Anzahl der im Land geborenen Kinder widerzuspiegeln, schätzte das Team, dass die Zahl der Haushalte mit Eltern, die ein Risiko für psychische Gesundheitsprobleme hatten, jährlich etwa 30.000 erreichte. In 15,1 Prozent der Haushalte gibt es Anzeichen dafür, dass ein Elternteil bereits mit psychischen Problemen zu kämpfen hat.

In Haushalten, in denen die Risiken für beide Elternteile hoch sind, arbeiten viele Väter sehr lange – 55 Stunden oder mehr pro Woche – und die Mütter geben an, nicht genug Schlaf zu haben. Auch, dass Väter in der Regel zu wenig Elternurlaub nehmen, verschärft die Lage.

Arbeitsstil in Japan muss reformiert werden

Darüber hinaus zeichnet sich der Trend ab, dass in Haushalten mit Kindern im Alter von 6 bis 12 Monaten, in denen Säuglinge sich mit größerer Wahrscheinlichkeit selbstständig bewegen, die Eltern einem höheren Risiko ausgesetzt sind als Haushalte mit Kindern im Alter von 6 Monaten oder jünger.

Es ist bekannt, dass Frauen nach der Geburt aufgrund von Faktoren wie Veränderungen ihrer körperlichen Verfassung und ihres Lebensstils eine Wochenbett-Depression erleiden können, aber da Männer nach und nach mehr an der Kinderbetreuung teilnehmen, ist nach Angaben der Forscher auch ihr Risiko, psychisch zu erkranken, gestiegen.

Der Bericht kommt daher zum Fazit, dass der Arbeitsstil in Japan unbedingt reformiert werden muss und Väter Unterstützung von Experten erhalten müssen.

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