Anzeige
HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftZahl der Neuinfektionen steigt in Japan auf über 70.000

Weiterer Anstieg erwartet

Zahl der Neuinfektionen steigt in Japan auf über 70.000

Die Zahl der Neuinfektionen ist in Japan auf über 70.000 geklettert, was mittlerweile Krankenhäuser erneut an ihre Grenzen bringt. Allein in Tokyo wurden 14.086 Infektionen gemeldet und der Sieben-Tage-Durchschnitt ist damit zum ersten Mal auf über 10.000 gestiegen.

Anzeige

Die Präfektur Osaka meldete 9.813 Infektionen, Aichi 4.663, Hyogo 4.303, Saitama 3.89, Kyoto 2.216 und Hokkaido 2.091 Infektionen. Auch in Aomori, Miyagi, Tochigi, Ibaraki, Yamanashi, Nagano, Toyama, Ishikawa, Shiga, Shizuoka, Nara, Wakayama, Mie, Okayama, Tottori, Yamaguchi, Tokushima, Saga, Miyazaki und Kagoshima ist die Zahl mittlerweile auf ein Rekordhoch geklettert.

Anstieg der Neuinfektionen löst erneut Probleme in Krankenhäusern aus

In Tokyo ist die Belegungsrate der Krankenhausbetten für Coronapatienten mittlerweile auf 42,8 Prozent angestiegen. Bei 50 Prozent will die Stadtverwaltung bei der japanischen Regierung die Ausrufung des Ausnahmezustands beantragen.

Unter den Menschen, die stationär in Japans Hauptstadt behandelt werden müssen, sind 1.829 unter 10 Jahre alt, deutlich mehr als Menschen über 50 Jahre.

Mittlerweile melden immer mehr Krankenhäuser eine Überlastung und haben Schwierigkeiten, Notfallpatienten aufzunehmen. Laut der Behörde für Brand- und Katastrophenschutz (FMDA) haben Rettungskräfte in der Woche bis zum 23. Januar mehr als 30 Minuten benötigt, um ein Bett in einem Krankenhaus für einen Notfallpatienten zu finden.

Anzeige

Gesundheitsexperten warnen weiterhin vor einem noch stärkeren Anstieg der Neuinfektionen. Für Tokyo wird damit gerechnet, dass die Zahl bis zum 3. Februar auf über 24.000 ansteigen wird.

Testkits werden knapp

Da die Zahl der Neuinfektionen immer weiter ansteigt, gibt es mittlerweile einen Mangel an Antigen-Tests, was dazu führt, dass die Testmöglichkeiten immer weiter eingeschränkt werden.

Das japanische Gesundheitsministerium hat mittlerweile empfohlen, dass bei Menschen, die keiner Risikogruppe angehören, eine Diagnose von einem Arzt ohne Test gestellt werden sollte.

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Japan zu stoppen, stehen zudem 34 Präfekturen unter dem „Quasi-Notstand“, was es den Präfekturgouverneuren erlaubt, verschiedene Maßnahmen rechtlich durchzusetzen. Alle betroffenen Präfekturen haben mittlerweile Restaurants und Bars dazu aufgefordert, ihre Öffnungszeiten zu verkürzen und den Verkauf von Alkohol ganz oder teilweise einzustellen.

Anzeige
Anzeige