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Sapporo zieht erneut die Notbremse

Zahl der Neuinfektionen steigt in Japan wieder an

Japan meldete am Freitag wieder mehr als 2.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit erreicht die Zahl wieder das Niveau vom 6. Februar.

Die Befürchtungen, dass es innerhalb von weniger als einer Woche, nachdem der Ausnahmezustand im Großraum Tokyo aufgehoben wurde, erneut zu einer Ausbreitung des Coronavirus kommen könnte, sind dementsprechend hoch.

Neuinfektionen steigen in Tokyo stark an

Tokyo meldete über 400 Neuinfektionen, nachdem es bereits vier Tage in Folge die 200 überschritten hat. In Osaka wurden zum ersten Mal seit dem 30. Januar wieder mehr als 300 Infektionen an einem Tag gemeldet. Die Präfektur Miyagi hat wegen steigender Infektionszahlen einen eigenen Ausnahmezustand ausgerufen, auch die benachbarte Präfektur Yamagata verzeichnet einen Anstieg.

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Die Präfekturverwaltung von Hokkaido hat die Einwohner von Sapporo wieder aufgefordert, nur noch aus dem Haus zu gehen, wenn es unbedingt notwendig ist. Zuletzt wurde die Aufforderung Ende Februar aufgehoben. Die Situation in der Präfekturhauptstadt entspricht mittlerweile wieder der 4. Stufe der japanischen Warnskala.

Härtere Maßnahmen für Sapporo

Der Bürgermeister von Sapporo, Katsuhiro Akimoto, sagte zur Situation: „Wenn die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in der Stadt 25 erreicht oder überschreitet, wird es notwendig sein, strengere Maßnahmen wie die Verkürzung der Geschäftszeiten zu fordern.“ Trotzdem kündigte Hokkaido an, dass sie ein Projekt namens „Atarashii Tabi no Style“ (ein neuer Reisestil) starten werden, das mit dem Reiserabattprogramm „Domin-wari“ gekoppelt sein wird.

Im Rahmen des Programms werden Reisen von Menschen innerhalb der Präfektur bezuschusst, die sich verpflichten alles zu tun, um sich nicht zu infizieren. Allerdings betrifft dies nur Reisen innerhalb eines kleinen Radius um den Wohnort eines Reisewilligen.

Die japanische Regierung hatte vergangene Woche angekündigt, dass das Reisesubventionsprogramm „Go To Travel“ bis mindestens Juni ausgesetzt wird. Stattdessen sollen regionale Reisekampagnen finanziell unterstützt werden.

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