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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftZwei japanische Universitäten entdecken unangemessenes Verhalten in wissenschaftlichen Arbeiten

Die Peer-Reviews wurden von 6 verschiedenen Personen bearbeitet

Zwei japanische Universitäten entdecken unangemessenes Verhalten in wissenschaftlichen Arbeiten

Die University of Fukui und die Chiba University gaben bekannt, dass sie unangemessenes Verhalten bei der Begutachtung von sechs Arbeiten aufgedeckt haben. Beide japanische Universitäten hielten Pressekonferenzen ab, um die Ergebnisse ihrer internen Untersuchungen bekannt zu machen.

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Es wurde ausdrücklich betont, dass die Handlungen gegen die Ethik der Wissenschaftler geht und das Vertrauen in die Wissenschaft verletzt wurde. Dennoch gaben die Universitäten keine Namen der Beteiligten an und behaupteten, dass es sich um kein Fehlverhalten handelte.

Disziplinarische Maßnahmen

Die Universitäten ziehen es in betracht disziplinarische Maßnahmen gegen Beteiligte einzuleiten. Zudem haben sie einem Professor geraten, zusätzlich zu bereits zwei zurückgezogenen Artikel, vier weitere zurückzuziehen.

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Laut den Universitäten gab es keine Verzerrung in den Forschungsergebnissen, da es keine Ermutigung oder Planung gab, um sich einen Vorteil in den Peer-Review-Verfahren zu verschaffen. Im Begutachtungsverfahren der Reviews wurden die Missstände aufgedeckt.

Aussagen der Beteiligten

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Die betroffenen Professoren äußerten sich zu den Vorfällen und sagten, dass sie die Gutachter entlasten wollten und sich selbst Zeit und Mühe sparen wollten. Der Vizepräsident der Universität Fukui Shinichiro Suye entschuldigte sich bei der Pressekonferenz für den großen Verlust der Glaubwürdigkeit der Forschung und verbeugte sich währenddessen.

Auch der Direktor der Universität Chiba Koichi Fujie war überrascht über das Fehlverhalten und möchte dies in Zukunft in Form von verpflichtender Teilnahme an einem Ethikkurs über Peer-Reviews für Fakultätsmitglieder vorbeugen. Ansonsten würde man Forschungsgelder kürzen.

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