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Ratschlag löst Empörung aus

Gesundheitszentrum in Japan rät dazu nicht mit Ausländern zu essen

Das Gesundheitszentrum in der japanischen Stadt Itako hat am 19. Mai dazu geraten, nicht mit ausländischen Arbeitern gemeinsam zu essen, als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Infektion mit dem Coronavirus.

Der Ratschlag wurde in einer E-Mail gemacht, die das Zentrum an die örtliche landwirtschaftliche Genossenschaft und der Stadtverwaltung von Hokota geschickt hatte. In der E-Mail wurde darum gebeten, den „Ratschlag“ an die Landwirte weiterzugeben.

Gesundheitszentrum schießt übers Ziel hinaus

In der E-Mail wurde unter Berufung auf zahlreiche Corona-Infektionen in Gemeinden und auf Bauernhöfen, in denen viele Ausländer arbeiten, wurden die Landwirte auch aufgefordert, bei Gesprächen mit Ausländern eine Maske zu tragen.

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Nachdem die Präfekturverwaltung am 21. Mai auf diese E-Mail aufmerksam gemacht wurde, forderten Mitarbeiter der Präfektur das Gesundheitszentrum in Itako auf, den „Ratschlag“ umgehend zurückzunehmen.

Ratschlag könnte zu Missverständnissen führen

Ein Sprecher der Präfektur sagte dazu: „Diese Empfehlung könnte zu Missverständnissen führen, weil sie sich gezielt gegen Ausländer richtet.“

Hokota hat 48.000 Einwohner, darunter einen hohen Anteil an Ausländern. Die meisten von ihnen arbeiten als technische Praktikanten, die aus Entwicklungsländern nach Japan gekommen sind.

Die Stadt ist besonders berühmt für ihre Melonen, aber auch andere hochwertige Früchte.

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