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Getötetes Mädchen wurde trotz des Verdachts des Missbrauchs an Verwandte übergeben

Anfang des Jahres erschütterte der Tod eines missbrauchten Mädchens Japan. Die Regierung änderte als Reaktionen auf den Tod, die Richtlinien für Erzieher und Lehrer, damit sie bei Missbrauchsfällen rechtlich gestärkt sind.

Nun kam allerdings heraus, dass bereits der Verdacht bestand, dass das kleine Mädchen missbraucht wird und trotzdem wurde das Kind zu Verwandten gegeben, was es nicht überlebte.

Das 10-jährige Mädchen wurde am 24. Januar in Noda tot aufgefunden. Sie wurde allerdings bereits Anfang November 2017 von den Behörden aus der Familie genommen, da sie damals von den sexuellen Übergriffen ihres Vaters berichtete. Doch am 24. Dezember 2017 schickte das Kinderberatungszentrum in Kashiwa das Kind wieder zu seinen Eltern, obwohl das Zentrum bereits von einer posttraumatischen Belastungsstörung wusste, die bei dem kleinen Kind identifiziert wurde.

Das Bezirksgericht in Chiba wird am 16. Mai den Prozess gegen die 32-jährige Mutter des Mädchens, die dem 41-jährigen Vater geholfen haben soll, in dem sie dem Mädchen nichts zu essen gab und ihn nicht davon abhielt, sich an ihr zu vergehen. Einen Gerichtstermin gegen den Vater gibt es noch nicht.

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Sexueller Missbrauch und Todesangst

Laut dem Amt für Kinder- und Familienangelegenheiten in Chiba erzählte das Mädchen einem Beamten und einem Arzt, nachdem sie von zu Hause abgeholt wurde: „Mein Vater zog plötzlich meine Hose herunter. Meine Unterwäsche rutschte auch weg und ich sagte sofort, dass er aufhören solle. Aber mein Vater antwortete nur, dass wenn ich so etwas sage, dann werde ich ihn verraten.“

Das Mädchen war als Reaktion auf einen Schulfragebogen im November 2017 in Schutzhaft genommen worden. Damals schrieb sie, dass ihr Vater übergriffig wurde.

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Außerdem hatte sie geschrieben, dass ihr Vater sie aufgeweckt hat und ihren Mund und ihre Nase zugehalten habe. „Ich konnte nicht atmen und ich dachte, ich würde sterben“, schrieb sie auf den Fragebogen.

Mädchen wurde in Schutzhaft genommen, dann aber zu Verwandten geschickt

Der Arzt urteilte daraufhin, dass das Mädchen eine große Angst gegenüber ihrem Vater verspürt und sie sich in einem Zustand der PTBS befand. Diese Information wurde den Mitarbeitern des Beratungszentrums im Dezember mitgeteilt. Allerdings wurde entschieden, dass das Mädchen bei einem Verwandten zu Hause wohnen kann.

Im Januar 2018 stellte der Vater den Antrag den Fragebogen des Mädchens einzusehen und zwang das Mädchen daraufhin einen Brief zu schreiben, in dem sie den Missbrauch als Lüge darstellte. Damit ging er in das Beratungszentrum und konnte das Kind zwei Tage später wieder mit nach Hause nehmen, was das Kind nicht überlebte.

Die Stadt prüft nun die Vorgehensweise und will neue Richtlinien erlassen, die Kinder schützen sollen. Auch die japanische Regierung reagierte und gab Richtlinien für die Bekämpfung von Kindesmisshandlung heraus.

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Die Richtlinien sehen vor, dass die Erzieherinnen und Erzieher je nach den Umständen den Zugang zu Aufzeichnungen über Misshandlungen von Kindern verweigern können, auch wenn Eltern und Erziehungsberechtigte die Freigabe der Dokumente im Namen des Kindes verlangen.

Quelle: JTT, AN, Kyodo, MS

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