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Home News "Go To Travel"-Kampagne stößt bei Gouverneuren und Bürgermeistern auf geteiltes Echo

Kampagne stößt bei den Präfekturen auch fur Ablehnung

„Go To Travel“-Kampagne stößt bei Gouverneuren und Bürgermeistern auf geteiltes Echo

Mit der „Go To Travel“-Kampagne will die japanische Regierung die angeschlagene Tourismusbranche unterstützen, in dem Urlaubsreisen subventioniert werden.

Allerdings stößt die Kampagne nicht nur auf positive Stimmen, viele sehen darin die Gefahr, dass sich so das Coronavirus wieder in Japan ausbreiten kann.

Gouverneure stehen der „Go To Travel“-Kampagne gespalten gegenüber

Auf Twitter haben bereits viele Menschen gebeten, dass man nicht in ihre Region kommen soll und auch Gouverneure einige Präfekturen und Bürgermeister stehen der Kampagne eher gespalten gegenüber.

Einige Gouverneure fordern, dass die Regionen beschränkt werden sollen, für die der Staat eine Reise subventioniert.

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„Ich frage mich, ob es in Ordnung ist, dass die Kampagne in dieser Zeit landesweit zur gleichen Zeit beginnt“, sagte Yamagata Gouverneurin Mieko Yoshimura. „Es wird zur Wirtschaft beitragen, aber ich kann es nicht ganz begrüßen.“

Motonobu Nakagawa, Bürgermeister der Stadt Nara, zeigte sich besorgt: „Es ist vorzuziehen, das Programm teilweise zu starten, die Gebiete zu begrenzen und das Risiko von Infektionen im Auge zu behalten.“

Soichiro Miyashita, Bürgermeister der Stadt Mutsu in der Präfektur Aomori, kritisierte die Entscheidung der Regierung scharf: „Was wir bisher erreicht haben, wird verloren sein.“

Die Stadt erwägt die Schließung aller Tourismusziele in der Stadt, um Touristen abzuschrecken.

Ein leitender Mitarbeiter der Präfektur Iwate sagte, die Kampagne sei notwendig, aber jetzt sei nicht die Zeit dafür. Iwate ist nach wie vor die einzige Präfektur ohne bestätigte COVID-19-Fälle.

Ankurblung des Tourismus ist notwendig

Yoshinobu Nisaka von der Präfekturverwaltung Wakayama sagte, die Ankurbelung des Tourismus sei notwendig. „Es ist selbstzerstörerisch, wenn wir sagen, dass die Menschen wegen der Risiken nicht kommen sollten. Wir leben sogar inmitten der Coronavirus-Epidemie und wir müssen Geschäfte machen und Geld verdienen.“

Der Bürgermeister von Osaka, Ichiro Matsui, sagte, er wäge den Einsatz kostenloser Coronavirus-Antikörpertests bei Menschen ab, die eine Reise in die Stadt planen.

Tourismusminister Kazuyoshi Akaba sagte am Dienstag, dass Unternehmen, die an dem Programm teilnehmen, Präventivmaßnahmen gegen das Coronavirus ergreifen müssen, und diejenigen mit unzureichenden Maßnahmen von dem Rabattsystem ausgeschlossen werden.

Reisende, die in Hotels, Ryokan (japanische Gasthäuser) und anderen Unterkünften mit unzureichenden Maßnahmen gegen das Coronavirus übernachten, werden keinen Rabatt auf ihre Reisekosten erhalten.

Mit dem Schritt, Coronavirus-Maßnahmen verbindlich vorzuschreiben, soll der Befürchtung begegnet werden, dass Touristen aus dem Großraum Tokyo das Virus im ganzen Land verteilen könnten.

TJT

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