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HomeNachrichten aus Japan"Go To Travel"-Kampagne löst Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus aus

Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus

„Go To Travel“-Kampagne löst Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus aus

Die japanische Regierung hat angekündigt, dass ihre „Go To Travel“-Kampagne früher als geplant starten wird. Mit der Kampagne soll der Inlandstourismus in Japan gefördert werden.

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Allerdings ruft diese Förderung nicht nur Zustimmung hervor, viele Menschen haben Angst davor, dass sich das Coronavirus im Land wieder ausbreiten wird, wenn die Menschen reisen.

Regierung will mit der Kampagne der Tourismusbranche helfen

Die japanische Regierung zahlt ab dem 22. Juli bis zu der Hälfte der Reisekosten. Eigentlich eine gute Sache, denn die Tourismusbranche in Japan leidet sehr unter den Auswirkungen der Pandemie.

Aber die Zahl der Infektionen steigt wieder an, allein Tokyo meldet seit Tagen über 200 Neuinfizierte und auch andere Präfekturen melden steigende Zahlen.

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Neben der „Go To Travel“-Kampagne kann man sich den Urlaub auch durch regionale Programme subventionieren lassen und JR East kündigte an, die Preise für ihre Shinkansen zu halbieren.

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Was nun wie eine gute Idee klingt, um den Tourismus wieder anzukurbeln, kann allerdings dazu beitragen, dass das Coronavirus sich wieder schneller im Land ausbreitet.

Auf Twitter trendete daher ziemlich schnell der Hashtag „Bitte kommen Sie nicht hierher

Kentaro Iwata, Professor für Infektionskrankheiten an der Kobe University, twitterte am Freitag, dass Tokyo vollständig in die zweite Welle der Pandemie eingetreten sei.

Als Reaktion auf das Startdatum von „Go To Travel“ schlug er vor, dass derselbe Gruppenzwang, der die japanischen Einwohner dazu veranlasst hat, freiwillig Maßnahmen gegen das Virus zu ergreifen, jetzt zur Rechtfertigung der Sicherheit in Zahlen eingesetzt wird.

Regierung hält an der Kampagne fest

Doch trotz aller Befürchtungen hält die Regierung an den Plänen fest, die Wirtschaft trotz des jüngsten Anstiegs der Infektionen wieder zu öffnen.

Politiker haben betont, dass sich die Situation seit April geändert hat, als steigende Fälle einen landesweiten Ausnahmezustand auslösten, der bis in den Mai hinein andauerte. Sie führten den jüngsten Anstieg auf erhöhte Tests zurück, insbesondere im Zusammenhang mit Nachtclubs, und sagten, dass die meisten Infektionswege verfolgt werden können.

Yasutoshi Nishimura, der für die Reaktion des japanischen Coronavirus zuständige Minister, sagte auf einer Pressekonferenz am Samstag, dass Japan die wirtschaftliche und soziale Aktivität im Umgang mit der Pandemie in Einklang bringen muss.

„Das Wichtigste ist, dass jeder Einzelne und jedes Unternehmen gründliche Schritte unternimmt, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern“, so Nishimura.

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